Dringliche - Stronach/Hagen: In der Arbeitsmarktpolitik läuft vieles falsch

Leistung muss sich wieder lohnen

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung hat ganz offensichtlich eine rosarote Brille auf. Wenn sie wirklich Arbeitsplätze schaffen will -und zwar nicht beim AMS - rate ich ihr, einfach das Parteiprogramm des Team Stronach zur Hand zu nehmen", sagte Team Stronach Generalsekretär Christoph Hagen in seinem Debattenbeitrag zur heutigen Dringlichen Anfrage. Dass immer mehr Jobs und Lehrstellen nicht besetzt werden können und gleichzeitig die Zahl der beim AMS gemeldeten Personen stetig zunimmt, sei ein Resultat der Leistungsfeindlichkeit unseres Systems. "Menschen, die arbeiten, müssen mehr Geld zur Verfügung haben, als jene, die nichts tun. Leistung muss sich wieder lohnen!", verlangte Hagen.

"In unserem System läuft etwas falsch", verwies der Team Stronach Mandatar auf die Berichte eines 18-jährigen Tischlerlehrlings aus seinem Umfeld. "Seine Altersgenossen brechen die Lehre mit 18 ab und leben chillend in den Tag hinein. Mit 800 Euro Mindestsicherung und einer günstigen Wohnung, die ihnen zugeteilt wird, brauchen sie nur noch ein wenig schwarz dazuzuverdienen", schilderte Hagen. Ein Direktor einer Berufsschule habe Hagen bereits vor einem Jahr auf diese Entwicklung aufmerksam gemacht: "Die Jugendlichen brechen die Lehre ab und melden sich arbeitslos. Sie besuchen weiter die Berufsschule und protzen vor ihren Mitschülern, weil sie im Monat 1200 Euro zur Verfügung haben", berichtete Hagen.

Mittlerweile habe sich laut Hagen auch im Ausland herumgesprochen, wie gut es sich in Österreich in der sozialen Hängematte leben lässt. Als Beispiel nannte Hagen ein deutsches Ehepaar, das nach Hörbranz in Vorarlberg gezogen war, dort zwei Jahre berufstätig war und sich dann arbeitslos meldete. "Es geht uns so viel besser als in Deutschland", zitierte Hagen die ehemaligen Hartz-IV-Empfänger.

Der Team Stronach Generalsekretär Hagen wiederholte eindringlich die Forderungen von Frank Stronach: "Wir müssen die Betriebe entlasten und die Mitarbeiter am Gewinn beteiligen. Nur so können wir diese Fehlentwicklung stoppen!"

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