Nationalrat - Königsberger-Ludwig: Arbeitszeitverkürzungen und neue Formen der Arbeitsverteilung andenken

Wertschöpfungsabgabe für Erhalt des Sozialstaats unerlässlich

Wien (OTS/SK) - "Arbeit ist ein hohes Gut für jede einzelne und jeden einzelnen von uns, weil es Selbstwert schafft und Teilhabe ermöglicht. Arbeit ist aber auch wichtig für die Gesellschaft, die Volkswirtschaft und den sozialen Frieden", stellt SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung Ulrike Königsberger-Ludwig fest. Es sei daher begrüßenswert, dass über Arbeit und Arbeitslosigkeit diskutiert wird. Alleine beim Zugang zu den Themen zeigt sich der Unterschied zwischen einer neoliberalen und sozialdemokratischen Politik, verweist die Abgeordnete auf den "Geist der Anfrage" der Neos:
"Während die Neos vor allem auf Flexibilisierung der Arbeitszeit und die Schwächung der Interessensvertreter setzen, steht die Sozialdemokratie für ein solidarisches Miteinander, die Stärkung des Gemeinwesens und die Absicherung der Risken des Lebens."****

In der sich rasch ändernden Arbeitswelt braucht es daher alt Bewährtes, aber auch neue Mechanismen, um Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeitslosigkeit zu verhindern. "Wir werden nicht darüber hinwegkommen, über Arbeitszeitverkürzung und neue Formen der Arbeitsverteilung zu diskutieren", ist Königsberger-Ludwig überzeugt. "Vor allem auch im Hinblick auf ‚Industrie 4.0‘ - wo mit immer weniger ArbeitnehmerInnen das Auslangen gefunden wird, ist es zudem ein Gebot der Stunde, über eine Wertschöpfungsabgabe ernsthaft nachzudenken, wenn wir unseren Sozialstaat, wie wir ihn kennen und wollen, aufrecht erhalten wollen", so Königsberger-Ludwig.

Um Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeitslosigkeit zu verhindern bzw. arbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, braucht es ein Maßnahmenbündel, wie z.B. Wirtschaftswachstum, beste Bildung und für ältere ArbeitnehmerInnen die Sicherheit, gesund länger im Job zu bleiben.

Sozialminister Hundstorfer habe bereits eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt, um Menschen im Arbeitsprozess zu halten und solche, die herausgefallen sind, wieder in den Prozess zu integrieren, stellt Königsberger-Ludwig fest. "Ich erinnere nur an "fit to work" oder an die I-Pension neu. Und natürlich an die Beschäftigungsinitiative 50+."

Besonders hob Königsberger-Ludwig sozialökonomische Betriebe hervor. "Sozialökonomische Betriebe arbeiten gemeinsam mit den Betroffenen daran, die Herausforderungen, die sich bei längerer Arbeitslosigkeit ergeben, abzuarbeiten, um dann gestärkt wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen zu können. Eine besonders gute Maßnahme", so die Sprecherin für Menschen mit Behinderungen.

Bezüglich des heute eingebrachten Antrages der Neos kritisierte die SPÖ-Behindertensprecherin, dass von 97 Fragen keine einzige auf die Situation von Menschen mit Behinderungen eingegangen ist. "Gerade für diese Menschen haben wir eine besondere Verantwortung", ist Königsberger-Ludwig überzeugt und verweist auf die Mittel, die in diesem Bereich aufgewendet werden. "175 Millionen Euro stehen für Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen zu Verfügung. Sei es für Individualförderungen oder Projektförderungen". (Schluss) sc

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