Nationalrat - Keck: Verbesserung der Tierschutzgesetzgebung durch Novelle des Kastrationsgesetzes

Wegfall der Ausnahme der bäuerlichen Haltung aus der Kastrationspflicht ist wichtiger Schritt

Wien (OTS/SK) - "2005 wurde die Kastrationspflicht für Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie beschlossen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. Leider haben die Bezirkshauptmannschaften diese Regelungen missverstanden und Vereinen nicht erlaubt, streunende Katzen, die sich in der Nähe von Bauernhöfen aufhalten, zu kastrieren.", so der SPÖ- Tierschutzsprecher Dietmar Keck in der heutigen Debatte zum Kastrationsgesetz im Nationalrat.****

Keck lobt die ausgezeichneten Tierschutzgesetze in Österreich. 2005 wurde im Bundestierschutzgesetz beschlossen, dass Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie von einem Tierarzt oder einer Tierärztin zu kastrieren sind, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. Der Aspekt der bäuerlichen Haltung wurde bewusst in dieses Gesetz miteinbezogen, da sich viele Tiere in der Nähe von Bauernhöfen aufhalten.

"Man kann diesen Bauern nicht die Kastrationspflicht auferlegen. Viele Bezirkshauptmannschaften haben diese Regelung missverstanden und Vereinen nicht erlaubt, streunende Katzen zu kastrieren. Es haben deshalb Gespräche zwischen Vereinen und der zuständigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser stattgefunden. Nun ist es für Vereine möglich, auch Katzen, die sich in der Nähe eines Bauernhofes aufhalten, kastrieren zu lassen", so Keck.

In vielen Ländern würden bereits Gelder zur Kastration von streunenden Tieren zur Verfügung gestellt werden. Keck betont, dass die Gesundheitsministerin durch diese Novelle und die Herausnahme der bäuerlichen Haltung einen wichtigen Schritt in Richtung bessere Tierschutzgesetzgebung gemacht hätte. (Schluss) ct/sc

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