Stronach/Steinbichler: EU-Gütesiegel verschleiern Herkunft von Lebensmittel

Österreichisches Qualitätsgütesiegelgesetz gefordert, keine Nährwertinformationsverpflichtung für Wirte

Wien (OTS) - "Die EU liegt mit der Qualitätsgütesiegelkennzeichnung weit daneben, weil die geschützten Ursprungsbezeichnungen nicht aussagekräftig sind. Sie belegen nur, wo das Produkt verarbeitet wurde, nicht wo es herkommt", kritisierte Team Stronach Landwirtschafts- und Konsumentenschutzsprecher Leo Steinbichler in seinem Debattenbeitrag die "geografisch geschützten Angaben" auf Lebensmittel. Und weiter: "Wenn ich chinesische Kerne in der Steiermark mahle, dann kann das ein Steirisches Kürbiskernöl mit ggA-Zeichen sein - dasselbe ist mit dem Tiroler Speck. Diese Kennzeichnungen sind einfach nicht geeignet, wir brauchen das Österreichische Qualitätsgütesiegelgesetz für Lebensmittel", forderte Steinbichler und brachte Entschließungsanträge für eine genauere Herkunftskennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln und gegen die Nährwertinformationsverpflichtung für Wirte von unverpackten Lebensmittel ein.

Angesichts der Palmöl-Produktion im Regenwald, bei der Glyphosat massiv eingesetzt wird, warnte der Team Stronach Mandatar davor, "das Kind mit dem Bade auszuschütten", weil es die Wettbewerbsfähigkeit in Frage stellt, und nannte ein Beispiel. Aufgrund verschärfter Auflagen in Österreich sei bereits die Eigenversorgung in der Putenproduktion 2014 von 45 auf 30 Prozent gesenkt worden - "damit spielen wir nur den deutschen Produzenten in die Hände, für die andere Auflagen bestehen, wo auch der achtfache Antibiotikaeinsatz erlaubt ist", mahnte Steinbichler.

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