Fünf nach zwölf bei der Entwicklungszusammenarbeit

CARE zur Budgetrede des Finanzministers

Wien (OTS) - Weiterhin keine Bewegung gibt es bei den Finanzmitteln für die direkte Projekthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) - diesen Schluss lässt die Budgetrede des Finanzministers zu. Der dieses Jahr zugesagte Stufenplan zur schrittweisen Erhöhung der Mittel lässt nach vor auf sich warten.

"Es ist bereits fünf nach 12. Die Lage in und um Syrien ist verheerend. Umso wichtiger ist die Bekämpfung der Fluchtursachen und die Unterstützung der Menschen in jenen Regionen, die von Armut, Hunger und Gewalt betroffen sind. Wenn die Situation der Menschen vor Ort nicht verbessert wird, haben sie schlichtweg keine andere Möglichkeit, als zu fliehen. Dass die österreichische Bundesregierung hier nach wie vor nicht entsprechend reagiert, verwundert angesichts der derzeitigen Situation sehr. Der zugesagte und festgeschriebene Stufenplan ist mehr als überfällig", kritisiert Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Der Stufenplan soll festlegen, in welchen Schritten das 0,7-Prozent-Ziel für die öffentliche Entwicklungshilfe zu erreichen ist. Seine Umsetzung wurde bereits vor rund zwei Jahren im Regierungsprogramm festgeschrieben. Österreich gehört mit derzeit 0,26 % des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfe zu den europäischen Schlusslichtern.

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