Welternährungstag am 16.10. - Durch El Niño Millionen von Menschen von Hungersnot bedroht

Karlsruhe (OTS) - Anmoderationsvorschlag: Lange, heiße Trockenphasen, dann wieder Dauerregen, Sturm und Überschwemmungen - diese Wetterextreme kennen auch wir in Deutschland inzwischen ziemlich gut. Doch während wir meist noch glimpflich davonkommen, haben es die Menschen in anderen Teilen der Welt deutlich schwerer. In Mittelamerika und der Karibik ist es gerade besonders schlimm. Das alle paar Jahre wiederkehrende Wetterphänomen El Niño hinterlässt hier momentan nichts als verbrannte Erde und eine große Hungersnot. Was das für die Menschen dort bedeutet, weiß Helke Michael.

Sprecherin: Zu vergleichen mit den Wetterkapriolen hierzulande sind die Auswirkungen von El Niño in Lateinamerika und der Karibik wahrlich nicht.

O-Ton 1 (Heiko Seeger, 0:11 Min.): "Die Situation ist so dramatisch, dass einige Regierungen bereits den Notstand ausgerufen haben. Wie zum Beispiel in Honduras, El Salvador, Guatemala, Haiti und in der Dominikanischen Republik."

Sprecherin: Berichtet Heiko Seeger von der Hilfsorganisation nph deutschland.

O-Ton 2 (Heiko Seeger, 0:13 Min): "In Honduras sind zum Beispiel bereits 75 Prozent der jährlichen Mais- und Bohnenernte durch die Trockenheit zerstört. Vor allem Kleinbauern sind dadurch betroffen, die keine Reserven haben, weil sie ja auch in den besseren Jahren von der Hand in den Mund leben."

Sprecherin: Auch vor den Toren der Kinderdörfer macht El Niño natürlich nicht Halt:

O-Ton 3 (Heiko Seeger, 0:27 Min): "Stefan Feuerstein, der Leiter unseres Kinderdorfes in Honduras, berichtet, dass die Lebensmittel knapp werden und vor allem die lokal produzierten Lebensmittel sehr sehr teuer geworden sind. Marijo Rosicki, die ist in unserem Kinderdorf in der Dominikanischen Republik für die Landwirtschaft verantwortlich, hat uns gebeten, eine Bewässerungsanlage zu finanzieren, damit eben weiterhin Anbau betrieben werden kann und nicht noch mehr am Essen der Kinder gespart werden muss."

Sprecherin: Viel mehr, als den Notstand auszurufen, können die Regierungen der betroffenen Staaten nicht. Den Entwicklungsländern fehlen die Ressourcen.

O-Ton 4 (Heiko Seeger, 0:05 Min): "Hier ist wieder einmal die Weltgemeinschaft gefragt, um die drohende Hungersnot zu verhindern."

Sprecherin: Auch für die Zukunft erwartet die Hilfsorganisation einiges von den Vereinten Nationen. Denn El Niño ist zwar nicht menschengemacht,...

O-Ton 5 (Heiko Seeger, 0:14 Min): "...Klimaexperten vermuten aber, dass sich dieses Phänomen durch den Treibhauseffekt verstärkt. Daher ist es wichtig, dass die Internationale Klimakonferenz im Dezember in Paris ein ambitioniertes Abkommen gegen den Klimawandel beschließen wird."

Sprecherin: Unabhängig davon, steht eines fest: So lange die Menschen in Lateinamerika und der Karibik Hilfe brauchen, wird nph deutschland helfen, wo es nur geht.

Abmoderationsvorschlag: Wenn Sie mehr über die Arbeit der Hilfsorganisation erfahren möchten und vielleicht auch helfen wollen:
alle Infos rund um die Projekte gibt's auch im Netz auf www.HilfeFuerWaisenkinder.de.

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