Mitterlehner: Novelle zum Universitätsgesetz bringt qualitativen Fortschritt im gesamten Universitätsbereich

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die vorliegende Novelle zum Universitätsgesetz ist ein gelungener Balanceakt zwischen der bewährten Autonomie und der notwendigen finanziellen Steuerung durch den Staat. Die neuen Regelungen bringen einen qualitativen Fortschritt im gesamten Universitätsbereich", so heute, Mittwoch, Vizekanzler Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner bei der Debatte im Plenum des Nationalrats zur Novelle zum Universitätsgesetz. Diese regelt drei Schwerpunkte: die Weiterführung der Zugangsregelungen, neue Karrieremöglichkeiten für Nachwuchswissenschafterinnen und -wissenschafter sowie eine Systementwicklung im gesamten Bereich des universitären Organisationssystems.

Mitterlehner dankte nicht nur dem Koalitionspartner, sondern auch allen anderen Beteiligten, die am Studienrecht hinsichtlich der Weiterführung der Zugangsregelungen mitgewirkt haben. An einem gesamtösterreichischen Hochschulentwicklungsplan werde gerade gearbeitet. Nachdem es keine Studienbeiträge gebe, sei die einzige Möglichkeit der Steuerung eine Zugangsregelung. Die Fortführung der Zugangsregelungen wie in den Fächern Architektur, Pharmazie, Informatik, Wirtschaft oder Biologie habe eine Verbesserung in der Qualität der Lehre durch eine Entlastung in Massenfächern, eine bewusstere Studienwahl und Verbindlichkeit sowie weniger Studienabbrecher und eine geringere Drop-Out-Rate gebracht. So sei etwa in Medizin die Drop-out-Quote seit der Einführung der Aufnahmeverfahren im Jahr 2006 von 50 auf fünf Prozent gesunken.

Auch die Weiterentwicklung der Studieneingangs- und Orientierungsphase bringe den Studierenden Vorteile. Zudem seien auch im Personalrecht entscheidende Veränderungen für junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter gesetzt worden. Mitterlehner verwies unter anderem auf die neuen Regelungen für außerordentliche und assoziierte Professorinnen und Professoren am Weg in die Professorenkurie durch ein vereinfachtes Berufungsverfahren. "Wir schaffen neue Karrierewege für den qualifizierten Nachwuchs und verbessern die Durchlässigkeit im universitären Bereich." In fünf Jahren soll es eine Evaluierung geben, kündigte der Wissenschaftsminister an. Mit dem Bestreben, nach amerikanischem Vorbild ein "Tenure Track"-Modell zu erreichen, komme man auch zahlreichen Empfehlungen wie zum Beispiel des Wissenschaftsrates oder dem WIFO nach.

Mitterlehner hob zudem die weitere Systementwicklung beim Universitätsrat hervor, wo es Klarstellungen gab. Konkret nannte der Minister die Unvereinbarkeitsregelungen und eine "Cooling-Off-Phase". Hinsichtlich der Vergütungsfrage wies der Minister auch auf die Verantwortlichkeit des Universitätsrates hin. Transparenz werde sicherstellen, dass man hier angemessen und vorsichtig mit dem gesamten Thema der Vergütungen umgehe. In die Autonomie der Universitätsräte wolle man aber grundsätzlich nicht eingreifen und auch populistische Schnellschüsse seien bei dem sensiblen Thema nicht zielführend.

"Insgesamt bringt die Novelle weiterführende Regelungen, die einerseits Steuerung im Universitätsbereich ermöglichen, die Qualität der Lehre verbessern, die Relation zwischen Betreuenden und Betreuern in bessere Bahnen bringen und neue Karrieremöglichkeiten schaffen", so Mitterlehner.
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