Johanniter übernehmen Grundversorgung für Flüchtlinge

Nach Nothilfe für Ankommende an Österreichs Grenzen erhalten Asylsuchende nun auch langfristige Unterstützung durch die Johanniter.

Wien (OTS) - Am Nachmittag des 12. Oktober 2015 konnten die ersten 100 Asylsuchenden in das neu adaptierte Quartier einziehen. Um den beträchtlichen Bedarf an Wohnmöglichkeiten für Asylsuchende zu füllen, haben die Johanniter im Auftrag des Fonds Soziales Wien erstmals die Grundversorgung von Asylsuchenden übernommen. Als Partner bei der Grundversorgung der Flüchtlinge hat die Erste Bank eine ehemalige Filiale auf der Mariahilferstraße als Quartier zur Verfügung gestellt.

Beeindruckend ist das enorme Engagement, das die Erste Bank und ihre Mitarbeiter bei der Flüchtlingshilfe an den Tag legen: "Wir haben am Wochenende mit etwa 35 Ehrenamtlichen der Erste Bank und der Johanniter Wände aufgestellt, Betten zusammengebaut, gesägt und gebohrt und die Räume wohnlich eingerichtet. So haben die Schutzsuchenden für die Zeit der Prüfung ihres Asylantrags wenigstens eine menschenwürdige Unterkunft zur Verfügung", so Dr. Robert Brandstetter, Bundesgeschäftsführer der Johanniter.

Ohne die vielen Ehrenamtlichen der Erste Bank wäre all das nicht in dieser kurzen Zeit möglich gewesen. "Die Johanniter danken den Verantwortlichen der Erste Bank, die dieses Projekt ermöglicht haben und durch ihre Ehrenamtsbörse unterstützen, indem sich Mitarbeiter für ehrenamtliche Dienste freistellen lassen können", so Brandstetter weiter. Betreut werden die Asylsuchenden von einer Sozialarbeiterin, Sanitätern und einem rund um die Uhr-Team der Johanniter. Zahlreiche Ehrenamtliche der Erste Bank und der Johanniter ergänzen das engagierte Betreuungsteam.

Bisher waren die Johanniter in der Erstversorgung und medizinischen Versorgung von Schutzsuchenden an den Grenzen zu Österreich, im Notquartier der Erste Bank Filiale sowie im ÖBB Haus am Westbahnhof ehrenamtlich aktiv. Insgesamt waren rund 200 hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter der Johanniter im Einsatz.

Hilfe in Traiskirchen

Medizinische Hilfe leisteten die Johanniter in Nickelsdorf und Wiesen sowie im Rahmen der "Initiative medizinische Beratung in Traiskirchen" (Johanniter, Ambermed, Diakonie, Ärzte ohne Grenzen, Caritas, Rotes Kreuz und Samariterbund), wo im Zeitraum von 19. bis 28. August rund 600 Menschen medizinisch versorgt wurden.

Hilfe am Westbahnhof

Auch im ÖBB-Haus am Wiener Westbahnhof helfen die Johanniter derzeit in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsteam: In diesem Notquartier werden in der Nacht bei Bedarf rund 500 Flüchtlinge untergebracht und betreut, fallweise auch mehr.

Voices of Refugees

Das Benefizkonzert "Voices for Refugees" am Wiener Heldenplatz unterstützten die Johanniter durch einen (kostenlosen) Sanitätsdienst mit einem Notarzt, 17 Sanitätern und 4 Einsatzfahrzeugen.

Die Johanniter bitten um Spenden!

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