Kampagne „VOLLFAN statt voll fett“ am 16. 10. erstmals auch mit First Vienna FC 1894

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Zeig zu viel Alk die gelbe Karte" macht die Sensibilisierungskampagne des Instituts für Suchtprävention (ISP) der Sucht- und Drogenkoordination Wien nun auch bei der Regionalliga Ost Station. Mitte Oktober werden die jugendlichen StadionbesucherInnen auf der Hohen Warte eingeladen, sich spielerisch mit verantwortungsvollem Alkoholkonsum auseinander zu setzen.

"Es freut mich sehr, dass nun auch der Wiener Traditionsverein und älteste Fußballklub Österreichs, der First Vienna FC 1894, mit an Bord ist und sich - wie bereits seit Jahren Rapid und Austria - für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum ausspricht. Fußball ist ein ideales Umfeld, um sich damit zu beschäftigen und die Unterstützung der Vereine ist dafür essenziell", betont die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

Im Zentrum der Alkoholsuchtpräventionsmaßnahme steht, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich mit dem eigenen Alkoholkonsum und Risikoverhalten auseinandersetzen und Wissen zum Thema Alkohol und seine Wirkung sammeln. Eine Stunde vor Matchbeginn sind alle jungen Fans eingeladen, auf der Hohen Warte bei einem Quiz das eigene Wissen über die Wirkung von Alkohol zu testen. Mit einer "Rauschbrille", die einen alkoholisierten Zustand simuliert, können sie ausprobieren, wie sich z.B. 1,3 Promille Alkohol anfühlen. Begleitet von erfahrenen Outdoor-TrainerInnen, erfahren sie dabei, wie schwierig einfache praktische Alltagshandlungen nach intensivem Alkoholkonsum sein können.

Die Auswirkung von Alkohol spielerisch erfahren

Die eingesetzten Spezialbrillen ahmen die Wirkung von 0,8 oder 1,3 Promille Alkohol im Blut nach und bewirken eine eingeschränkte Rundumsicht oder Doppelsehen wie nach intensiverem Alkoholkonsum. Sofort nach dem Aufsetzen der Brille kommt es zu Gleichgewichtsstörungen, Fehleinschätzungen für Nähe und Distanz sowie zu einer verzögerten Reaktionszeit. "Die Erfahrung mit einer Rauschbrille ist besonders effektiv, da sie mit klarem und nüchternem Kopf gemacht wird, während sich die Beeinträchtigungen bei Alkoholkonsum ja erst nach und nach einstellen und bemerkbar machen", bestätigt der Wiener Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Michael Dressel.

Junge Fußballfans geben dem Projekt ein Gesicht

Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist die Einbeziehung junger Fußballfans. Als Peers sprechen sie junge StadionbesucherInnen "als Gleichgesinnte und Gleichaltrige" an und thematisieren die Nachteile übermäßigen Alkoholkonsums. "Die jungen mitarbeitenden Fans sind Testimonials und MultiplikatorInnen für das Projekt, beschreibt Lisa Brunner, die Leiterin des Instituts für Suchtprävention. "Authentisch zu sein und richtige Informationen zum Thema Alkohol zu vermitteln ohne zu werten oder zu belehren, das ist uns wichtig. Es geht nicht darum Alkoholkonsum zu verurteilen, sondern darum, über das eigenen Konsumverhalten nachzudenken. Echte Fans unterstützen ihre Mannschaft und haben Freude und Spaß am Spiel. Übermäßiger Alkoholkonsum passt da eigentlich gar nicht dazu."

First Vienna FC macht mit

"Selbstverständlich ist der First Vienna FC 1894 gerne dabei wenn es um die Wiener Jugend geht", unterstreicht Vienna FC-Vizepräsident Thomas Mader das Engagement seines Vereins in Sachen VOLLFAN statt voll fett. "Ich bin davon überzeugt, dass sich jeder Verein seiner Verantwortung gegenüber seinen Fans als Teil des Vereins bewusst sein muss. Darum ist es wichtig, junge Fußballfans zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu motivieren, und den Spaß am Support der eigenen Mannschaft in den Vordergrund zu stellen!"

Freitag, 16. Oktober
ab 18 Uhr: VOLLFAN-Corner vor der Care-Energy Naturarena Hohe Warte 19 Uhr:First Vienna FC 1894 vs. SK Rapid II, Regionalliga Ost, 12. Runde

"Mehr Fußball - weniger Alk"

Die Maßnahme "VOLLFAN statt voll fett" wurde 2011 vom Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien initiiert, um Jugendliche über problematischen Alkoholkonsum in jugend-affiner Fußballsprache zu informieren. Gemeinsam mit den Projektpartnern FK Austria Wien und SK Rapid Wien werden junge StadionbesucherInnen zwischen 16 und 30 Jahren jedes Jahr bei ausgewählten Heimspielen angesprochen. Auch VereinsmitarbeiterInnen, StadionbetreiberInnen und deren Personal, die Gastro-Teams vor Ort sowie die Security und Exekutive in den Stadien werden in die Sensibilisierungsarbeit mit einbezogen. 2012 wurde die Kampagne mit dem ÖPAG-Kommunikationspreis ausgezeichnet. 2015 wurde die Kampagne auf die Regionalliga Ost ausgeweitet.

Bildmaterial ist in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder verfügbar!

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Mag. Mathias Tötzl, BA
Referent für Presseangelegenheiten und Social Media
Sucht- und Drogenkoordination Wien gemeinnützige GmbH
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