Nein dem Hunger

Landfrauen und Bäuerinnen weltweit als maßgebliche Garantinnen von Ernährungssicherheit

Wien (OTS) - Auf die zentrale Rolle von Landfrauen und Bäuerinnen in der Sicherung der Ernährung weltweit verweisen ARGE Österreichische Bäuerinnen und Katholische Frauenbewegung Österreichs anlässlich des Weltlandfrauentags am 15. Oktober und des Welternährungstags am 16. Oktober. Die beiden Frauenorganisationen richten ihren Blick insbesondere auf den Süden der Welt, wo Landfrauen und Bäuerinnen oft um eine existenzielle Grundversorgung mit Lebensmitteln zu kämpfen haben. Unterstützung für sie bei ihren Bemühungen um ausreichende Versorgung mit Nahrung und eine nachhaltige Landwirtschaft sei eine dringende Notwendigkeit, betonten die beiden Organisationen. Bewusstseinsarbeit brauche es aber auch im Blick auf Österreich, wo Bäuerinnen heuer rund um den Welternährungstag mit Aktionen in Volksschulen die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion vermitteln werden.

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir in Österreich tagtäglich ausreichend hochwertige Lebensmittel zur Verfügung haben. Einer von neun Menschen weltweit muss jeden Abend hungrig schlafen gehen", so Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen. Sie gibt zu bedenken, dass das globale Millenniumsziel, weltweit eine Halbierung der Anzahl hungernder Menschen bis 2015 umzusetzen, bei weitem nicht erreicht ist.

Spenden für Guatemala

"Unser Engagement gegen Armut und Hunger setzt bei der Bildung und ökonomischen Stärkung von Landfrauen an", erläutert Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Mit der Aktion Familienfasttag unterstützt die Frauenbewegung seit fast 60 Jahren Landfrauen in Lateinamerika, Asien und Afrika - so etwa Kleinbäuerinnen in Guatemala, die sich in der Organisation UAM zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Ernährung ihrer Familien sicherzustellen. In Guatemala gelten 49% aller Kinder unter fünf Jahren als chronisch unterernährt, unter anderem eine Folge von massiven Ernteausfällen im Zuge des Klimawandels. "Unsere Projektpartnerinnen in Guatemala erzeugen aus heimischen Getreidesorten ein stärkehaltiges, nährendes Getränk für ihre eigenen Familien und darüber hinaus für die Schulkinder der Region", so Pernsteiner. Gemeinsam mit der ARGE Österreichischer Bäuerinnen ruft die Katholische Frauenbewegung Österreichs zu Spenden für die Kleinbäuerinnen in Guatemala auf (Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, IBAN: AT86 6000 0000 0125 0000, Verwendungszweck: Guatemala).

Wissen um Wert von Lebensmitteln: Aktionstage österreichischer Bäuerinnen in Volksschulen

Volksschulkinder in Österreich werden rund um den Welternährungstag Wissen über den Wert von Lebensmitteln sammeln können. Bundesweit werden mehr als 1.500 heimische Bäuerinnen an Volksschulen Aktionstage gestalten und damit mehr als 34.000 "Tafelklassler" informieren. "Wir möchten Einblicke in unsere Arbeit in der Landwirtschaft geben und aufzeigen, wieviel Arbeit hinter einem Stück Brot oder einem Liter Milch steckt", so Schwarzmann, denn: "Wir kennen heute von allen Lebensmitteln den Preis, aber nicht mehr den Wert". In Form einer "regionalen Schultüte" werden die Bäuerinnen "lebensnahes Wissen vermitteln, wie es sich weder nachlesen noch nachschauen lässt. Angreifen und Selbermachen werden spannende Zugänge zu Landwirtschaft und gesunder Ernährung eröffnen." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Ludmilla Herzog MAS, LK Österreich, Pressereferentin der ARGE Bäuerinnen, Schauflergasse 6, 1014 Wien, Tel.-Nr. 01/53441-8522, Mobil: 0676/83441-8522, E-Mail l.herzog@lk-oe.at

Dipl.-Ing. Michaela Glatzl, M.A., Geschäftsführerin der ARGE Österreichische Bäue-rinnen in der LK Österreich, Tel.-Nr. 01/53441-8517; Mobil: 0676/83441- 8517, E-Mail: m.glatzl@lk-oe.at

Mag.a Elisabeth Ohnemus, Pressereferentin Katholische Frauenbewegung Österreichs, Spiegelgasse 3/2. Stock, 1010 Wien, Tel.-Nr. 01/51552-3109, Mobil: 0664/3218936

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