Kaninchen und Meerschweinchen im Winter

Die Pfotenhilfe informiert über die ganzjährige Außenhaltung

Wien/Lochen am See (OTS) - Die Nächte werden zur Zeit stetig kälter und vielerorts herrschen in Österreich wieder Minusgrade. Halter von Kleintieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen sollten daher, wenn es nicht bereits geschehen ist, spätestens jetzt die Winterquartiere für ihre Schützlinge einrichten. Die Pfotenhilfe nimmt dies zum Anlass und gibt nützliche Tipps, wie Sie diese Tiere auf den Winter vorbereiten, damit sie die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen.

Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen werden von uns Menschen gerne in Außengehegen gehalten, schließlich ist die Außenhaltung im Garten die schönste und möglichst natürliche Haltung für diese Tiere. Die meisten Kaninchenarten können sofern sie es gewohnt sind und wenn man einige Punkte beachtet, das ganze Jahr über im Freien gehalten werden. Diese Tiere bilden im Herbst ein dickes Unterfell welches Kälte und Feuchtigkeit abhält. Stellt man ihnen isolierte Schlafhäuschen zur Verfügung und ist sichergestellt, dass immer frisches Futter und Wasser für die Tiere zur Verfügung steht, können sie den Winter problemlos im Freien verbringen. Aber Achtung:
kleinere Kaninchenrassen haben oft nur eine sehr dünne Speckschicht und bilden meist kein ausreichendes, zum Teil überhaupt kein Winterfell aus, daher sollten diese Tiere den Winter unbedingt im Innenbereich verbringen. Wenn Sie Ihre Kaninchen, die bisher im Haus gehalten wurden, gerne ins Freie übersiedeln möchten, sprechen Sie zum Wohl ihres Tieres erst mit dem Tierarzt. Auf alle Fälle gilt, Tiere die bisher im Haus gehalten wurden, nur langsam an das Außengehege und die neuen Temperaturen zu gewöhnen. Macht man das nicht, sind Erkrankungen der Atemwege oder Erfrierungen quasi vorprogrammiert. Um die Tiere übrigens jetzt noch an den kalten Herbst und Winter zu gewöhnen, ist es laut der Pfotenhilfe heuer bereits zu spät. "Am besten gewöhnen sich die Tiere an die verschiedenen Jahreszeiten, wenn sie im Frühjahr in das Außengehege übersiedelt werden. So können sie sich langsam an die verschiedenen Temperaturen anpassen und wächst ihnen schon ab Beginn des Herbstes, sobald die Tage wieder kürzer werden, das nötige Winterfell.

Bei Meerschweinchen gehen die Meinungen auseinander - selbst unter Experten. In vielen Büchern und Internetratgebern wird von Tierärzten wird behauptet, dass man auch Meerschweinchen den Winter über im Freien lassen kann. Da den Tieren im Gegensatz zu Kaninchen jedoch kein Winterfell wächst und auch ihre kleinen nackten Pfötchen den kalten Schnee nicht lange aushalten, empfiehlt die Pfotenhilfe, Meerschweinchen über den Winter sicherheitshalber in den Innenbereich zu übersiedeln. "Immer wieder erreichen uns Meldungen, dass Meerschweinchen die im Winter draußen gehalten wurden abmagern oder gar erfrieren", erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. "Wenn Sie Meerschweinchen haben, die es gewohnt sind auch im Winter draußen zu bleiben, dann kann man das natürlich beibehalten", so der Tierschützer. "Wichtig ist dann nur, den Tieren ein gedämmtes und geheiztes Rückzugshäuschen zur Verfügung zu stellen, in dem es eine Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius hat, damit sich die Tiere auch immer wieder aufwärmen können". Die Pfotenhilfe übersiedelt die Meerschweinchen jeden Winter in einen geräumigen und mit Wärmelampen ausgestatteten Bauwagen. "Darin sind die Tiere vor Frost und Raubtieren geschützt", so der Tierschützer.

Egal ob bei Meerschweinchen oder Kaninchen, die Sicherheit für Ihre Tiere sollte immer an erster Stelle stehen, daher muss das Außengehege ganzjährig vor Räubern wie Ratten, Mardern, Füchsen oder auch Katzen gesichert werden. Da sich die Raubtiere gerne in das Gehege graben, muss der Bau auch unter der Erde gesichert sein. Zahlreiche Bauanleitungen im Internet zeigen, wie man am besten vorgeht um sicherzustellen, dass keine Ihrer Tiere zu Schaden kommen.

Möchten Sie mehr über Kaninchen, Meerschweinchen oder andere Tiere erfahren, dann nutzen Sie die beliebten Besuchertage der Pfotenhilfe. Jeden ersten Sonntag im Monat öffnet das Tierasyl in der Nähe vom Mattsee (OÖ/Sbg) seine Tore und lädt um 14:00 zur großen Führung über das über fünf Hektar große Areal mit mehr als 400 tierischen Bewohnern. Informationen zu Gruppenführungen erhalten Sie unter der Mailadresse info@pfotenhilfe.org oder der Telefonnummer 01/89 22 377.

Rückfragen & Kontakt:

Verein PFOTENHILFE
Sascha Sautner
Mariahilfer Straße 167/13
1150 Wien
Tel. 89 22 377 – 192
Mobil. 0664-848 55 61

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