Häupl bei SPÖ Wien-Wahlkampffinale (4): Stimmt für die Zukunft der Stadt und nicht für ihre Vergangenheit!

Wien (OTS/SPW) - "Es ist eine gefährliche Drohung, wenn ein bestimmter Nationalratsabgeordneter und gelegentlicher Besucher unserer Stadt Stadtschulratspräsident werden möchte. Das ist eine gefährliche Drohung gegenüber den Kindern und deren Zukunftschancen", stellte der SPÖ Wien-Spitzenkandidat, Bürgermeister Dr. Michael Häupl beim Wahlkampf-Finale der SPÖ Wien in Richtung Strache fest. Das sei nicht das, was er unter der Schule der Zukunft verstehe. Diese müsse ins 21. Jahrhundert geführt werden. Dazu brauche es einen Kindergarten, der erste Bildungseinrichtung sei, ein Schulsystem, das bereits in der Unterstufe die Stärken der Kinder stärke und Schwächen schwäche. "Dazu brauchen wir die Gemeinsame Schule der 10 bis 14-Jährigen, verbunden mit einer ganztägigen Schulform." Diese Schulform gebe es bereits "im Mutterland der Sozialdemokratie", merkte Häupl ironisch an - "in Südtirol!" Dort werde dieses Schulsystem bereits mit großem Erfolg umgesetzt.****

Bildung sei die zentrale Frage für die zukünftige Gesellschaft. Denn Wissenschaft und Forschung seien kein Hobby irgendwelcher Professoren, sondern es gehe um die Arbeitsplätze der Zukunft. "Daher ist die Frage der Berufsausbildung von entscheidender Bedeutung für den Wohlstand in unserem Land. Deshalb haben wir uns diesem Bereich auch anzunehmen", so Häupl.

Durch das Angebot an Öffis zum Umsteigen bewegen

Beim Thema Verkehr sei es keine Frage, dass die SPÖ Wien den Ausbau des öffentlichen Verkehrs wolle und das in den letzten Jahrzehnten mit großem Erfolg umgesetzt habe. Das belege der Modal-Split: Der Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel liege heute bei 40 Prozent, der Autoverkehr bei 20 Prozent. Vor 20 Jahren war diese Gewichtung noch genau umgekehrt. "Das ist eine Frage der Lebensqualität und des Wohlfühlens in unserer Stadt. Das wollen wir fortführen. Durch das Angebot an öffentlichem Verkehr wollen wir zum Umsteigen bewegen. Aber wir wollen nicht die AutofahrerInnen sekkieren!"

Zudem sei es nicht zu verantworten, Steuergeld, das den Öffis zugeschossen werde, zu streichen. Diese Forderung von manchen politischen Mitbewerbern würde die Qualität der Öffis verringern, die Jahreskarte würde anstatt 365 Euro rund 700 Euro im Jahr kosten. Das würde dem Kostenniveau von Stockholm entsprechen, deren Netz bloß halb so groß sei wie das Wiener Öffi-Netz. Auch längere Intervalle müssten dann in Kauf genommen werden. Das sei nicht der Zugang der SPÖ Wien: "Wenn wir diese Stadt lebenswert erhalten wollen, müssen wir die Öffis fördern und ausbauen, nicht reduzieren und runterwirtschaften! Denn dann würde diese Stadt ihre Lebensqualität verlieren. Das wollen wir nicht!"

Die Wiener Sozialdemokratie will mit einer Truppe wie der FPÖ keine Regierungszusammenarbeit

Einmal mehr stellte Häupl fest, dass die selbsternannte "Soziale Heimatpartei‘" weder sozial noch heimatlich sei. Denn der selbsternannte Kämpfer für die Armen habe gegen die Bedarfsorientierte Mindestsicherung genauso gestimmt wie gegen alle Maßnahmen der Armutsbekämpfung und gegen Frauen- und Integrationsmaßnahmen. Was besonders ironisch sei, "da sie immer fordern, dass die, die herkommen, Deutsch lernen sollen. Aber sie stimmen gegen alle Deutschprogramme!" Es gehe ihnen nicht darum, Menschen zu helfen, Ängste zu nehmen und ein respektvolles Zusammenleben zu ermöglichen. "Es geht ihnen nur darum, dass sie eine Gruppe Arme gegen eine andere ausspielen. Es geht ihnen nur darum, Hass und Hetze zu verbreiten. Hier können wir nicht mit!", stellte der Bürgermeister fest.

Es gehe nicht darum, die FPÖ auszugrenzen. "Es geht um die Inhalte, um Charakter und Anstand!" Daher stellte Häupl noch einmal in aller Deutlichkeit klar: "Es hängt nicht an Michael Häupl allein - die Wiener Sozialdemokratie will mit einer Truppe wie der FPÖ keine Regierungszusammenarbeit. Und das begründet!"

Zum Abschluss unterstrich er: "Nützen wir die letzten Stunden, die wir bis Sonntag noch haben. Denn ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Wien so eine wunderbare Stadt ist, dass man sie nicht den Zerstörern überlassen soll! Schenkt eurer Stadt am Sonntag zehn Minuten - zehn Minuten für die Zukunft dieser Stadt. Stimmt für die Zukunft der Stadt und nicht für ihre Vergangenheit!" (Schluss) nk

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