APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Strache Häupl und Faymann aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 02.10. bis 08.10.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche FPÖ-Bundesvorsitzender Heinz-Christian Strache. Im Wien-Wahlkampf liegt Straches Partei in Umfragen nahezu gleichauf mit der SPÖ: Auf 35 % der Wählerstimmen käme die FPÖ, auf 36 % die SPÖ. Bei einer Direktwahl des Bürgermeisters würden laut Umfragen 39 % Amtsinhaber Michael Häupl (SPÖ) wählen, für Strache würden sich 22 % entscheiden. Bei der großen ORF-"Elefantenrunde" diskutierte Strache am vergangenen Montag mit den Wiener Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos. Das Match "Alle gegen Strache", das journalistische Beobachter bei der TV-Debatte feststellten, konnte Strache gut für sich und sein Hauptthema, die Flüchtlingssituation, nutzen, so der Tenor innerhalb der Medien. Strache gab jedoch zu, dass ein Wahlsieg seiner Partei in Wien möglicherweise ohne Konsequenzen bleiben könnte: "Wenn die FPÖ stärkste Kraft wird, wird sich nichts ändern. Es wird weiter Rot-Grün geben." Dennoch appellierte er an die Wähler:
"Veränderung ist möglich nur mit einer Stimme für die FPÖ." Verbale Angriffe musste sich Strache von allen anderen Spitzenkandidaten gefallen lassen. "Sie sind immer beim Hetzen Erster, beim Helfen Letzter", warf ihm etwa Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) vor.

Als Neueinsteigerin der Woche etablierte sich die Nationalratsabgeordnete und Wiener Spitzenkandidatin der Neos, Beate Meinl-Reisinger, auf Platz 8 im Ranking. Erklärtes Ziel der Neos-Kandidatin für die Wiener Gemeinderatswahl ist der Einzug ins Rathaus, wofür mindestens fünf Prozent der Wählerstimmen nötig sind. Obwohl bisher nicht im Gemeinderat vertreten, war Meinl-Reisinger am Montag-Abend wie die Spitzenkandidaten der etablierten Parteien zur ORF-Diskussionsrunde geladen. In der Debatte gab sich Meinl-Reisinger angriffig: "Wir stehen vor großen Herausforderungen, aber die Politik ist faul, aufgebläht und korrupt geworden." Dies treibe die Wähler "in die Arme von Strache", so die Spitzenkandidatin. Im Bereich Bildungspolitik forderte Meinl-Reisinger mehr Autonomie für Lehrer sowie 120 Millionen Euro mehr Geldmittel für Wiener Schulen. Finanzieren möchte Meinl-Reisinger diese Bildungsoffensive mit einer "radikalen Verschlankung des Polit-Apparats".

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