ORF präsentierte Herbst/Winter-Highlights 2015 von „Universum“ und „Universum History“

Vom Neusiedler See über den Ötscher zur Rückkehr der Biber nach Wien, von der Gladiatorenstadt Carnuntum zum Spionagefall Margarethe Ottillinger

Wien (OTS) - Mit einer Reihe eindrucksvoller Dokus made in Austria warten in den nächsten Wochen "Universum" und "Universum History" auf: Außergewöhnliche Naturfilmimpressionen vom Nationalpark Neusiedler See, dem Ötscherland oder der "Rückkehr der Biber in die Wiener Wildnis" stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Dokumentationen über die Bedeutung von Carnuntum als "Stadt der Gladiatoren" und Weltstadt der Antike oder über den bis heute nicht restlos aufgeklärten Spionagefall Margarethe Ottillinger über die 1948 von Sowjets verschleppte österreichische Sektionschefin -dargestellt von Ursula Strauss. In Anwesenheit von ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und ORF-TV-Hauptabteilungsleiter für Bildung und Zeitgeschehen, Gerhard Klein, wurden gestern, Donnerstag, den 8. Oktober 2015, die "Universum/Universum History"-Herbst/Winter-Highlights 2015 im Otto Wagner Schützenhaus präsentiert.

Der Einladung zur TV-Premiere von "fünf Beispielen für die perfekte Kombination von Österreichthemen, die auch international ein großes Publikum anziehen" - so "Universum"-Chef Andrew Solomon - folgten zahlreiche Vertreter der "Universum"- bzw. "Universum History"-Koproduktionspartner, -Produzenten und -Filmer - unter ihnen RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl, Gilbert Petutschnig vom Filmfonds Wien und Cinestyria-Generalsekretär Enrico Jakob. Einblicke in die vorgestellten Dokumentationen gaben Harald Pokieser von der Cosmos Factory, Interspot-Produzent Heinrich Mayer-Moroni, die Rilk-Film-"Wiener Wildnis"-Macher Thomas Rilk und Andreas Laschober, die epo-film-Produzenten Dieter und Jakob Pochlatko, "Ötscher"-Regisseur Franz Hafner und Klaus T. Steindl, der bei den "Universum History"-Dokumentationen über Carnuntum und den Spionage-Fall Margarethe Ottillinger Regie führte. Ebenfalls unter den Gästen: ORF-Publikumsrat Gerald Plattner von den Österreichischen Bundesforsten, pre-tv-Geschäftsführer Nikolaus Wisiak, die Interspot-Produzenten Nils und Niki Klingohr, Wega-Film-Producer Peter Thomsen, dreiD.at-Produzent Lukas Kogler, "Gonsalvus"-Regisseur Julian Roman Pölsler und die "Universum"-Filmer Kurt Mündl, Franz Leopold Schmelzer, Erich Pröll, Gernot Lercher, Barbara Puskás und Istvan Nadaskay.

Emmy-Nominierung für "Afrikas Wilder Westen", "Naturfilm-Oscar"-für Kurt Mündls Hummel-Doku

Die ORF-Naturfilmreihe steht derzeit international groß im Rampenlicht. So ist Franz Leopold Schmelzers bereits vielfach preisgekrönte Dokumentation "Afrikas Wilder Westen - Namibias Wüstenpferde", eine Koproduktion von ORF, Interspot Film, ARTE und NDR, für den International Emmy Award in der Kategorie "Dokumentation" nominiert. Und Kurt Mündls ebenfalls mehrfach prämierter Film "Hummeln - Bienen im Pelz" - eine Koproduktion von ORF, ORF-Enterprise, Power of Earth und BMUKK, gefördert von Lebensministerium, Cinestyria und Natur im Garten - wurde vergangene Woche beim "Jackson Hole Wildlife Film Festival" mit dem "Naturfilm-Oscar" in der Kategorie "Best Children’s Program" ausgezeichnet. Den Preis überreichten Generaldirektor Wrabetz und Hauptabteilungsleiter Klein im Rahmen der gestrigen Veranstaltung.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Wir feiern heuer 60 Jahre Fernsehen in Österreich, fast 30 Jahre davon hat die Marke ‚Universum‘ mitgeprägt. ‚Universum‘ ist nicht nur beim heimischen Publikum ein Pflichttermin, sondern dank Kooperationspartnern in drei Kontinenten auch ein Global Player, wie nicht zuletzt die zahlreichen internationalen Auszeichnungen belegen. Der öffentlich-rechtliche Erfolg basiert darauf, dass es öffentlich-rechtliche Institutionen gibt, die den Auftrag erteilen, Programme wie ‚Universum‘ anzubieten. Der ORF bietet für die qualitativ hochwertigen ‚Universum‘-Produktionen ein verlässliches Sendeumfeld auf dem stärksten Sender, den es in diesem Land gibt. Mein Dank gilt allen am Erfolg der Marke ‚Universum‘ Beteiligten."

Einen positiven "Universum"- bzw. "Universum History"-Befund konstatierte auch Gerhard Klein: "Die Zustimmung des Publikums ist ungebrochen hoch, das Feedback internationaler Partner sehr erfreulich, die Verkaufsergebnisse sind prima, wir produzieren auf neuestem technologischem Niveau und entwickeln ausreichend Zukunftsprojekte für den internationalen Markt. Das ist nur in Teamarbeit zu schaffen, mein Dank gilt den engagierten Teams von ‚Universum‘ und ‚Universum History‘ sowie unseren nationalen und internationalen Partnern und Förderern."

"Die Themen und die Kreativität der aktuellen Projekte zeigen, welche Kraft in ‚Universum‘ und ‚Universum History‘ steckt", so Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner. "Wir verbinden hier österreichische Inhalte mit spannenden Geschichten und eindringlichen Bildern. Österreichische Fauna, Flora und die Geschichte unseres Landes haben noch viel Erzählenswertes auf Lager. Der Erfolg bei unserem Publikum und international gibt uns recht, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern die richtigen Wege beschreiten."

Die einzelnen Produktionen im Überblick:

Dienstag, 13. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2
Expedition ins Schilf - Nationalpark Neusiedler See
Eine Dokumentation von Manfred Christ

Der Neusiedler See ist Österreichs größter See und der westlichste Steppensee Europas. Im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel begegnen die Alpen der Steppe, hier kann man den Hauch des Nordens ebenso fühlen wie die Wärme des Mittelmeers. Dazu kommt seine internationale Bedeutung als Rastplatz für Zugvögel: Im Frühling, wenn sie nach Norden ziehen, und im Herbst, wenn es nach Süden geht, werden der See und seine Umgebung von Hunderttausenden Vögeln besucht - Ereignisse, die Birdwatcher aus aller Welt nach Österreich locken. Das Gebiet ist so außergewöhnlich, dass es von der UNESCO 2001 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Film - eine Koproduktion von ORF und BR, produziert von Cosmos Factory in Zusammenarbeit mit Burgenland Tourismus und Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel, gefördert von der EU - konzentriert sich auf die "Naturwunder" und die für die Landschaft charakteristischen Tiere.

"Ötscher - Im Reich des sanften Riesen": Dienstag, 20. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2
Eine Dokumentation von Franz Hafner

Der Bergstock des Ötscher liegt am östlichen Rand der Alpen. Sein Gipfel ist keine 2.000 Meter hoch, und dennoch dominiert der Berg die ganze Region, eine Landschaft der Superlative: Hier gibt es nicht nur Österreichs kältesten Ort und den dunkelsten Nachthimmel des Landes, hier ist mit den Ötschergräben auch Österreichs "Grand Canyon" zu finden und der letzte große Urwald-Flecken. Franz Hafner zeigt diese Naturwunder und erzählt, wie man heute versucht, in Einklang mit der Natur zu leben. Platz gibt es jedenfalls für alle, für Menschen wie für Wildtiere, und so könnte das Ötscherland zum Vorbild werden für die gesamten Alpen: ein Ort, an dem Menschen und Wildnis nebeneinander bestehen können. Eine Koproduktion von ORF, Interspot Film und BR, gefördert von Fernsehfonds Austria, Kulturförderung Niederösterreich und Cinestyria.

"Wiener Wildnis - Die Rückkehr der Biber": Dienstag, 27. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2
Eine Dokumentation von Thomas Rilk

Alte Donau, Neue Donau, Praterauen: Feuchtgebiete mitten in Wien -Erholungsraum für Menschen und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Ein Reich voller Geheimnisse. Vor einigen Jahren ist ein Tier in die Stadt zurückgekehrt. Versteckt unter Wasser und an kaum zugänglichen Ufern hat es neuen Platz für Flora und Fauna geschaffen:
der Biber. Für die neue "Universum"-Dokumentation haben Regisseur Thomas Rilk und sein Team einen Biber durch die Stadtwildnis begleitet und überraschende Begegnungen festgehalten. Eine Koproduktion von ORF und Rilk Film, gefördert von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien.

"Stadt der Gladiatoren - Carnuntum": Freitag, 11. Dezember, 22.40 Uhr, ORF 2
Eine Dokumentation von Klaus T. Steindl

Sie waren die umjubelten Stars in den römischen Arenen: die Gladiatoren des Römischen Reichs, ausgebildet in eigenen Schulden und Ausbildungscamps. Modernste archäologische Verfahren wie Tiefenradar zeigten Sensationelles: Eine Schule lag im römischen Carnuntum unweit von Wien. Aufwendige Computersimulationen zeigen die Wohnstätten der römischen Kämpfer. Die etwa 11.000 Quadratmeter umfassende Ausbildungsstätte war vermutlich mit 40 bis 60 Gladiatoren belegt -die am besten erhaltene Gladiatorenschule aus der Römerzeit, in ihrer Größe vergleichbar mit den berühmten Schulen Roms oder Pompejis. Das Autorenteam Klaus Feichtenberger, Heinrich Mayer-Moroni und Klaus T. Steindl entwickelte eine packende Story, die den Aufsehen erregenden Fund der Gladiatorenschule mit fiktionalen Elementen verbindet. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen in Carnuntum, in der rekonstruierten Trainingsarena. Eine Koproduktion von ORF, Interspot Film, Smithsonian, France 5, SBS und BMBF, gefördert von Fernsehfonds Austria und Land Niederösterreich Filmförderung.

"Spiel mit dem Feuer: Der Fall Margarethe Ottillinger": Freitag, 8. Jänner, 22.40 Uhr, ORF 2
Eine Dokumentation von Klaus T. Steindl

Jahrzehntelang lag der Fall Margarethe Ottillinger im Dunkel der Geschichte Österreichs. Die erst 28-jährige Wirtschaftsexpertin und Sektionschefin wurde am 5. November 1948 an der Ennsbrücke verhaftet und von den Sowjets in ein russisches Gulag-Lager verschleppt. Der Vorwurf: Spionage für die USA. Bis heute sind die Hintergründe nicht ganz geklärt. Der Film vermittelt eine Zeit, als der frühe Kalte Krieg im Herzen Europas nicht nur militärisch ausgetragen wurde, sondern auch ein unerbittlicher Wirtschaftskrieg war. Eine Zeit, der die junge Beamtin mit ihrer Wirtschaftskompetenz weit voraus war. Die Koproduktion von ORF, epo-film und BMBF mit Unterstützung von Land Niederösterreich, Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Zukunftsfonds der Republik Österreich dokumentiert die Leistung Margarethe Ottillingers in der Aufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg und trägt damit einer wichtigen und mutigen Persönlichkeit in der Nachkriegszeit Rechnung.

Nähere Infos zu den einzelnen Produktionen sind unter presse.ORF.at verfügbar. Die angeführten Dokumentationen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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