Equal-Pay-Day: PRO-GE-Frauen fordern „Gleiche Leistung – gleiches Geld!“

Kaum Verbesserung bei gleicher Entlohnung von Männern und Frauen

Wien (OTS) - "Solange der ‚Equal-Pay-Day‘ nicht auf den 31. Dezember fällt, werden wir nicht müde, Einkommens- und Chancengleichheit von Männern und Frauen einzufordern", zeigt sich Klaudia Frieben, gf. Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE kämpferisch. Der Equal-Pay-Day markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Arbeitstagen. Heuer findet der Aktionstag am 11. Oktober statt. Ab diesem Tag arbeiten Frauen statistisch gesehen gratis bis Jahresende. 2014 fiel der Equal-Pay-Day auf den 10. Oktober.

"Korrekte Einstufung, ein gerechter Zugang zu Aus- und Weiterbildung und gleiche Aufstiegschancen sind wesentliche Faktoren auf dem Weg zur Einkommensgerechtigkeit", erläutert Frieben. "Schon beim Berufseinstieg werden Frauen häufig geringer entlohnt, im Lauf des Arbeitslebens nehmen die Nachteile zu." Daher fordert die PRO-GE die gesetzliche Anrechnung der Elternkarenzen, gleich dem Präsenz- und Zivildienst auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche, die Weiterentwicklung der Einkommenstransparenz und Rechtsanspruch auf den Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit.

"Mittlerweile ist fast jede zweite Frau teilzeitbeschäftigt, zum Teil weil es für sie keine Vollzeitstelle gibt, zum Teil weil sich Familie und Beruf anders nicht vereinbaren lassen. Hier müssen wir dringend gegensteuern, denn spätestens in der Pension werden so, viele Frauen in die Armut getrieben." Die Kampagne "Pension - wie schaut`s für mich aus?", welche die PRO-GE Frauen mit dem "Equal-Pay-Day" starten, soll das thematisieren und aufzeigen was getan werden muss: "Der flächendeckende Ausbau von ganztägigen und leistbaren Kinderbildungseinrichtungen und Ganztagsschulen muss rasch vorangetrieben werden und gleichzeitig müssen jene Unternehmen umdenken, die immer mehr Vollzeit- durch Teilzeitarbeitsplätze ersetzen", fordert Frieben.

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PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
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