Heinisch-Hosek/Brunner zum Equal Pay Day: Lohnschere einschmelzen!

Aktionen der SPÖ-Frauen in ganz Österreich – praktische und lebensnahe Berufsinformation und weibliche Vorbilder sollen Interesse für technische und frauenuntypische Berufe wecken

Wien (OTS/SK) - Was genau macht eine Geoinformatikerin, eine Maschinenbauingenieurin, eine Prozessleittechnikerin? "Mädchen und Frauen sollen umfassend informiert werden, damit sie sich ein gutes Bild von den jeweiligen Tätigkeitsfeldern und Verdienstmöglichkeiten machen", sagten heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst anlässlich des bundesweiten Equal-Pay Days am 11. Oktober 2015. ****

Die Berufswahl ist ein wesentlicher Faktor für die Karrierechancen. Nach wie vor wählen Mädchen bevorzugt typische "Frauenberufe". Fast die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge werden im Einzelhandel und in den Berufen Bürokauffrau und Friseurin ausgebildet. Nur 24 Prozent Frauen schließen derzeit ein technisches Studium ab, während es bei den Geisteswissenschaften 77 Prozent sind (Quelle: Statistik Austria). Die Einkommensunterschiede zeigen sich bereits in der Lehrausbildung. Ein Friseurlehrling verdient bereits im ersten Lehrjahr über 150 Euro im Monat weniger als ein Lehrling in der Eisen- und Metallindustrie, im vierten Lehrjahr ist es fast die Hälfte weniger.

Die SPÖ-Frauen haben Technikerinnen und Frauen in frauenuntypischen Berufen gefragt, wie der Frauenanteil in ihrer Berufssparte gehoben werden kann. Einhelliger Tenor: Es braucht mehr Förderung vom Kindergartenalter an, praktische und lebensnahe Berufsinformation in der Schule und vor allem mehr weibliche Vorbilder. Die Interviews können unter http://www.frauen.spoe.at/frauenportraits nachgelesen werden.

Rollenbilder werden oft unbewusst weitergegeben. Das fängt mit der Wahl des Spielzeuges an und hat seine Fortsetzung in Kindergarten und Schule. "Wir können nicht früh genug beginnen, Mädchen für Technik zu begeistern", so Heinisch-Hosek, die als Frauenministerin die Plattform "meine-technik.at" ins Leben gerufen hat.

"Wenn es uns gelingt, den Frauenanteil in technischen und frauenuntypischen Berufen zu erhöhen, kommen wir unserem Ziel, die Lohnungleichheiten zu beheben, deutlich näher. Darüber hinaus müssen wir an vielen Schrauben drehen, um die Einkommensgerechtigkeit zu erhöhen: Dazu zählen die Transparenz bei den Gehältern, verpflichtende Aktionspläne auf Basis der Einkommensberichte, Quoten in der Privatwirtschaft, Anreize für Väterkarenz und ein rascher Ausbau der flächendeckenden Kinderbetreuung und der Ganztagesschulen", so Heinisch-Hosek.

Der Equal-Pay Day ist jener Tag, ab dem Frauen - statistisch gesehen - bis zum Jahresende "gratis" arbeiten, während Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden. "Die Aktionen der SPÖ-Frauen in den Bundesländern finden jeweils zu den landesweit berechneten Tagen statt", erklärt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. In Vorarlberg, wo die Einkommensunterschiede mit 30,8 Prozent am größten sind, hat der Equal-Pay Day bereits am 10. September stattgefunden. Am vergleichsweise niedrigsten sind die Lohnunterschiede in Wien mit 18,1 Prozent. In Wien steht der Equal-Pay Day daher erst am 27. Oktober vor der Tür - auch das ein Ergebnis sozialdemokratischer Wiener Frauenpolitik.

Service: Auf der Website der SPÖ-Frauen finden Sie Interviews mit TechnikerInnen sowie Zahlen, Daten und Fakten zum Thema.
http://www.frauen.spoe.at/wir-schauen-drauf-dass-frauen-technische-be
rufe-erobern
Die Plattform "meine-technik" von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bietet umfassende Berufsinformationen, Fördermöglichkeiten, Tipps für Exkursionen, Workshops, Handbücher und vieles mehr: www.meine-technik.at

(Schluss) sc/mp

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