Bäuerlicher Jungunternehmertag macht fit für die Zukunft

Aktuelle Themen, hochkarätige Referenten und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt

Wien (OTS) - Jung, dynamisch, engagiert und mutig genug, brisanten Themen auf den Grund zu gehen: So präsentierten sich die rund 300 Landwirtinnen und Landwirte im Francisco Josephinum in Wieselburg. Anlass dazu bot der "Bäuerliche Jungunternehmertag", zu dem die Landjugend in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium am 6. Oktober geladen hat. Aktuelle Themen, hochkarätige Referenten und Erfahrungsaustausch standen dabei im Mittelpunkt. Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde, die es in sich hatte: Denn Bundesminister Andrä Rupprechter, Landesrat Stephan Pernkopf sowie Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort.

"Wir dürfen der Begeisterung der Jungen für die Land- und Forstwirtschaft nicht im Weg stehen. So vieles ist in unserer Welt im Umbruch. Da sind die Impulse unserer jungen Bäuerinnen und Bauern enorm wichtig, um die bäuerliche Landwirtschaft stärker zu machen. Unsere Aufgabe ist es, sie auf ihrem selbst gewählten Weg zu unterstützen. Genau darauf sind unsere Programme ausgerichtet und auch in der Kammer sind Junglandwirte/-innen herzlich willkommen. Mit entsprechenden Bildungs- und Beratungsangeboten wollen wir ihnen zur Seite stehen und ihnen helfen, sich für die Zukunft zu rüsten. Aber natürlich brauchen wir sie auch als Funktionäre, wo sie ihre Ideen und ihre Vorstellungen ganz gezielt einbringen können", erklärt Präsident Schultes und bringt damit aktuelle Schwerpunktthemen für angehende Hofübernehmer auf den Punkt.

Diese und andere Themen wurden beim "Bäuerlichen Jungunternehmertag" allesamt vor den Vorhang geholt und eingehend unter die Lupe genommen. Hochkarätige Referentinnen und Referenten sorgten für die nötigen Hintergrundinfos. Förderungsmöglichkeiten für Junglandwirte, neue Wege in der Agrarkommunikation, die richtige Unternehmensstrategie oder auch Erfahrungsberichte aus der Praxis waren nur einige der Fixpunkte an diesem Tag.

"Fakt ist, dass wir der jungen Generation in der Land- und Forstwirtschaft praxistaugliche Unterstützungsmaßnahmen an die Hand geben müssen, um unsere bäuerlichen Familienbetriebe in unserem Land auch in Zukunft erhalten zu können. Das schaffen wir einerseits mit der Jungübernehmerförderung in der neuen GAP-Periode und andererseits mit Veranstaltungen wie dem bäuerlichen Jungunternehmertag, bei dem Praktiker und Experten wertvolle Tipps geben", ist Minister Rupprechter überzeugt. Denn damit kann die junge Generation auf Informationen von Experten setzen, die sie auf ihren Betrieben in die Realität umsetzen können. Denn Weichenstellungen für die Zukunft sind gefragter als je zuvor, um marktfähig bleiben zu können. Innovation, Modernisierung und die direkte Ansprache der Konsumenten lauten hierbei die Zauberwörter der heutigen Zeit. Etwas, das die Junglandwirtinnen und Junglandwirte bereits erkannt haben und entsprechend umzusetzen wissen.

Junglandwirte sind Wirtschafts- und Innovationsmotor im ländlichen Raum

"Mit neuen Ideen, Emotionen und Engagement sichern unsere Hofnachfolger nicht nur wichtige Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Vielmehr sind sie Wirtschaftsmotor und treiben den Innovationsgedanken ständig voran", meint Landesrat Pernkopf und weist gemeinsam mit Präsident Schultes auf folgendes hin: "Mit unserer Jugend werden unsere heimischen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zukunftsfit, wovon auch die Bevölkerung am Land auf unterschiedlichste Art und Weise profitiert."

Um dies der Bevölkerung vermehrt ins Bewusstsein zu rufen, braucht es allerdings entsprechende Maßnahmen. Dabei geht es laut Rupprechter, Pernkopf und Schultes vor allem darum, bei den Konsumenten ein realistisches Bild der Land- und Forstwirtschaft zu zeichnen und Vorteile auf beiden Seiten transparent zu machen. Hier setzt das Land Niederösterreich gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer mit der Initiative "Erlebnis Bauernhof" ganz bewusst den Hebel an. "Mit dieser Initiative wollen wir schon bei den Konsumenten von morgen den Dialog beginnen und Kindern unterschiedlicher Altersstufen einen Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft ermöglichen. Eine wichtige Funktion dabei nehmen auch angehende Hofübernehmer ein, die eine Schulklasse besuchen und von ihren Erfahrungen als Junglandwirte berichten", so Pernkopf und Schultes.

Ziel dieser Vorreiter-Initiative ist es, Landwirtschaft so herzuzeigen, wie sie tatsächlich ist, um jungen Bäuerinnen und Bauern das Vertrauen und die Nähe der Konsumenten auch in Zukunft zu sichern. Vertrauen, das durch den Blick hinter die Kulissen, durch persönliche Kontakte und Gespräche mit den Landwirten gestärkt werden soll. Kombiniert mit den Möglichkeiten von Facebook und Co. sieht dies Schultes als Möglichkeit, um den Konsumenten ein realistisches Bild von der Land- und Forstwirtschaft zu zeichnen. "Hut ab vor der Schlagkraft solcher Initiativen und dem Engagement der Jungen. Gerade wir als Landjugend wissen, wie wichtig solche Projekte in Richtung Konsumenten und Jugend für unsere Hofübernehmer sind. In Zukunft heißt es für uns mehr denn je, den Schulterschluss mit den Konsumenten zu suchen und sie als Partner für unsere Betriebe zu gewinnen", meint Landjugend-Bundesobmann sowie Veranstalter des "Bäuerlichen Jungunternehmertages" Michael Hell. Er sichert den angehenden Hofübernehmern weiterhin die vollste Unterstützung der Landjugend zu.

Ein herzlicher Dank gilt auch allen Kooperationspartnern, Österreichische Jungbauernschaft, Ökosoziales Forum, unserhof und So schmeckt Niederösterreich, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
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