SP-Berger-Krotsch ad VP-Schwarz: ÖVP blendet gleichgeschlechtliche Lebensrealität aus

Plakataktion soll Klima der Akzeptanz schaffen – ÖVP glänzt mit Familienbild aus dem 19. Jahrhundert

Wien (OTS/SPW-K) - "Ein Klassenzimmer, in dem 'schwul' als Schimpfwort verwendet wird, muss jetzt und ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Wir brauchen ein Klima der Akzeptanz und Vielfalt", betont SP-Frauensprecherin Nicole Berger-Krotsch und reagiert damit auf aktuelle Aussagen von VP-Schwarz. Diese hatte sich über die mit SP-Stadträtin Sandra Frauenberger präsentierten Plakate des Vereins 'AUSGESPROCHEN' für Wiens Schulen empört, die einen wesentlichen Beitrag zur Sexualerziehung leisten sollen.

"Die Schule spielt eine wichtige Rolle in der Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen. Es geht um einen hohen Grad an Aufklärung und Information", so Berger-Krotsch über das Plakatprojekt des Vereins 'AUSGESPROCHEN', das sich noch dazu in erster Linie an die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen richtet. Auf sympathische Art und Weise wird dargestellt, dass Homosexualität und Transidentität längst zur Lebensrealität gehören.

"Aber anscheinend benötigen auch Sie Aufklärung, Frau Schwarz. Denn die aktuelle Plakatkampagne präsentiert nicht etwa Sexualpraktiken, sondern bildet Lebens- und Liebesrealitäten ab: Zwei Menschen, die sich lieben und eine Beziehung eingehen, sind als eine solche anzuerkennen. Dabei ist kein Wertunterschied zwischen heterosexuellen und homosexuellen Beziehungen vorzunehmen", so die SP-Frauensprecherin in Richtung Schwarz.

"Warum die Darstellung von Liebe für die ÖVP verwirrend ist, finde ich wiederum sehr verwirrend", wundert sich Berger-Krotsch, und weiter: "’Felix+Jonas 4ever’ ist wohl eine der freundlichsten Liebesbekundungen, die man sich wünschen kann. Vergleicht man das Bild der ÖVP mit jenem der Realität, so prallen angesichts veralteter Vorstellungen Welten aufeinander. Anders ist die Verstörtheit seitens der ÖVP gegenüber so einer positiven Aktion in den Schulhäusern nicht zu verstehen", so die rote Frauensprecherin.

"Viele Kinder wachsen selber in einer Regenbogenfamilie auf oder kennen Erwachsene, die schwul oder lesbisch sind. Die SPÖ kämpft für eine Gesellschaft der Akzeptanz statt der Ignoranz", schließt Berger-Krotsch.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Wien Rathausklub
(01) 4000-81 925
www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10004