FPÖ: Karlsböck weist parteipolitische Polemik von UNIKO-Präsident aufs Schärfste zurück

„Lasse nicht zu, dass Interpellationsrecht in Frage gestellt wird.“

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, weist die Kritik von Uniko Präsident Heinrich Schmidinger an einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ aufs Schärfste zurück und spricht von einer "inakzeptablen Entgleisung".

Schmidingers Kritik, der FPÖ sei "offenbar jedes Mittel recht und keine Frage zu dumm, um aus dem Asylthema politischen Gewinn zu ziehen und dieses für die eigenen Zwecke zu missbrauchen", sei nicht nur eine ungeheuerliche Entgleisung eines zur Seriosität verpflichteten akademischen Spitzenfunktionärs, sie zeuge auch von dessen staatspolitischer Ahnungslosigkeit, rückt Karlsböck die Tatsachen zurecht. Es sei nämlich legitime Aufgabe einer Oppositionspartei, im Nationalrat auch unangenehme Fragen an die staatliche Vollziehung zu stellen. Der freiheitliche Wissenschaftssprecher wörtlich: "Ich verwehre mich als Abgeordneter dieser Republik und Ausschussvorsitzender entschieden gegen jeglichen Versuch, gleich von welcher Seite, dieses demokratische Grundrecht in Frage zu stellen."

"Ich hätte mir von einem Uni-Rektor keine substanzlosen Beschimpfungen und parteipolitischen Untergriffe erwartet, sondern eine sachlich-konstruktive Auseinandersetzung mit einem Thema, das sehr wohl weite Teile der Bevölkerung bewegt", so Karlsböck. Statt mit einfältigen Unterstellungen und Stereotypen, die in der tagespolitischen Realität ohnehin verblassen würden, von Salzburg aus für den Wiener Regionalwahlkampf einseitig Stellung zu beziehen, stünde es dem Uniko-Präsidenten besser an, sich um seine ureigenste Agenda, die Universitätspolitik, zu kümmern, wo es genug Handlungsbedarf gebe.

"Herr Professor Schmidinger könnte sich etwa dafür einsetzen, dass dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Österreich endlich eine ordentliche Karriereplanung ermöglicht wird", meint Karlsböck. Diese käme auch dem Standort Österreich zugute und würde die Abwanderung von exzellenten Nachwuchsforschern nachhaltig eindämmen. Dass hierzulande der akademische Mittelbau zu 90 Prozent nur ein befristetes Dienstverhältnis erhalte, statt wie international üblich 50 Prozent, sei inakzeptabel, so Karlsböck, weil es jungen Wissenschaftern jegliche Aufstiegsperspektive raube.

Und statt von "Niedertracht" zu sprechen und sich in immergleichen Plattitüden zu ergehen, könnte sich der Uniko-Präsident, der bisher den Freiheitlichen gegenüber Gesprächsverweigerung betrieben habe, dafür einsetzen, dass die universitäre Autonomie besser umgesetzt werde. Laut Rat für Forschung und Technologieentwicklung seien einige Rektoren hier noch immer säumig. "Der regelmäßige Canossagang zum Minoritenplatz und parteipolitische Rhetorik in Wahlkampfzeiten sind jedenfalls keine wissenschaftlichen Ansätze", so Karlsböck.

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