Die Zukunft der Forschungs- und Hochschulfinanzierung

Hochkarätige Fachtagung am 14.10. thematisiert Fundraisingmöglichkeiten für Forschungs-, Wissenschaft- und Hochschuleinrichtungen.

Wien (OTS) - Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Forschungs-, Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande bereits erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen überzeugen. Die erste Fachtagung für Fundraising im Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungsbereich am 14.10. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

"Internationale exzellente Beispiele zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren und Exzellenzforschung zu forcieren.", erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung die steigende Bedeutung von Drittmitteln für Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge verbuchen. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität etwa, mit einer Spende von Dietrich Mateschitz in Höhe von 70 Millionen Euro oder das Institute for Science and Technology mit 10 Millionen Euro von Peter Bertalanffy. Jedoch stellen diese Beispiele noch die Ausnahme dar. Wie man gezielt Spenden in dieser Größenordnung einwirbt und wie man wissenschaftliche Themen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung Fundraising für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung am 14. Oktober im Palais Eschenbach in Wien.

Fundraisingverantwortliche aus dem Hochschul- und Forschungsbereich lernen unter anderem von Astrid von Soosten, European Molecular Biology Labaratory in Heidelberg, wie man wissenschaftliche Themen für potenzielle Spender emotional aufbereitet und Dennis Nitsche vom Karlsruher Institut für Technologie wird anhand praktischer Beispiele Einblicke ins Handwerk des Hochschulfundraisers geben. Wie man US-Amerikanische oder Schweizer Stiftungen als Förderer gewinnt, findet ebenso Beachtung, wie die Identifikation und Motivation von GroßspenderInnen durch Eva Aldrich, die an der amerikanischen University of Indiana Erfahrung gesammelt hat. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen der Wirtschaftsuniversität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, des Institute of Molecular Biotechnology oder der Paracelsus Medizinische Privatuniversität.

Das Programm der Fachtagung ist unter
http://science.fundraising.at verfügbar.

Die Bedeutung von Drittmitteln

Drittmittelerlöse österreichischer Universitäten betragen rund 600 Mio. Euro (2013), wovon rund 66% aus öffentlichen Institutionen (FWF, FFG, Bund, Länder, EU) stammen. Unternehmen und Private tragen 177 Mio. Euro dazu bei. Im internationalen Vergleich befindet sich der Forschungsstandort Österreich damit im hinteren Mittelfeld. Ein Vergleich mit ausgewählten internationalen Universitäten zeigt dennoch ein großes Potential auf. So beträgt der Selbstfinanzierungsgrad an der Universität St. Gallen bei einem Gesamtbudget von 216,5 Millionen Franken knapp 50%. Die durchschnittliche österreichische Universität liegt bei diesem Wert mit 16,5% deutlich darunter. An der Technischen Universität München zeigt mit 58% ein noch höherer Selbstfinanzierungsgrad aus Studienbeiträgen, erwirtschafteten Einnahmen und Drittmittel.

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Mag. Peter Steinmayer, Kommunikation, Fundraising Verband Austria, M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

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