Nationalratspräsidentin Bures trifft Bürgerrechtlerin Angela Davis

Plädoyer für EU als Solidar- und Wertegemeinschaft

Wien (PK) - Die Bewältigung der aktuellen Flüchtlingsbewegungen stelle eine immense Aufgabe für die gesamte internationale Staatengemeinschaft dar, sagte Nationalratspräsidentin zu Beginn einer Veranstaltung mit der US-Bürgerrechtsikone Angela Davis im Hohen Haus gestern Abend. Noch vor wenigen Monaten habe niemand ahnen können, dass man bald wieder über neue Zäune und Mauern innerhalb Europas sprechen werde. Jetzt, wo sich hunderttausende Männer, Frauen und Kinder vor Krieg und Verfolgung in Sicherheit bringen müssen, gelte es zu beweisen, dass die EU nicht nur eine Wirtschaftsunion, sondern auch eine Solidar- und Wertegemeinschaft ist, betonte die Nationalratspräsidentin. Sie hoffe daher, dass Europa angesichts dieser Situation neue, mutige Wege einschlagen wird.

Die US-Bürgerrechtlerin und emeritierte Universitätsprofessorin Angela Davis war gestern Abend zu Gast im Historischen Sitzungssaal des Parlaments. Im Rahmen der Sendereihe "Zeitgenossin im Gespräch" -einer Kooperation zwischen dem Hohen Haus und der Ö1-Sendung "Im Gespräch" - sprach Davis mit Renata Schmidtkunz über die jüngsten Unruhen in den USA, die politische und gesellschaftliche Neuordnung des Nahen Ostens, das mögliche Ende der repräsentativen Demokratie, die Macht des Geldes und die Zukunft Europas.

In den 1960er und 70er Jahren war Davis eine der Ikonen der amerikanischen und internationalen Linken. Bis heute ist die streitbare Philosophin und Humanwissenschaftlerin politisch aktiv. Weder Rassismus noch Sexismus seien überwunden, die US-Gefängnisse würden von der amerikanischen Gesellschaft noch immer als Disziplinierungs- und Diskriminierungsinstrument genutzt, ist sie überzeugt.

Die Sendung "Im Gespräch. Die Philosophin Angela Davis" ist am 15. Oktober um 21.00 Uhr in Ö1 zu hören. (Schluss) red

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