Radiologie im Pinzgau: Drei Stellen statt zwei Stellen geplant

SGKK: Ausbau und Verbesserung der Versorgung

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Gebietskrankenkasse stellt angesichts der politischen Diskussionen im Landtag klar, dass es im Pinzgau nicht nur zu keiner Verschlechterung, sondern sogar zu einem Ausbau der radiologischen Versorgung kommen wird. In Zukunft werden radiologische Untersuchungen nicht mehr nur in Zell am See und Saalfelden angeboten, sondern auch in Mittersill - für die Oberpinzgauer damit besser erreichbar.

Da die beiden derzeit niedergelassenen Radiologen in den nächsten Jahren in Pension gehen werden, war eine Neuregelung nötig geworden. Ein zentrales Ziel der Gesundheitsreform ist die Beseitigung von kostenintensiven Doppelgleisigkeiten. Radiologie wurde im Pinzgau sowohl im Spital als auch niedergelassen angeboten - die extrem kostspieligen Geräte wie auch das Personal waren nicht optimal ausgelastet. Die Neuregelung sieht vor, dass weiterhin MR-Untersuchungen in Zell am See stattfinden werden, CT und Röntgen zusätzlich in Mittersill und Röntgen im Sanatorium Ritzensee in Saalfelden.

Die drei Krankenhäuser werden eng zusammenarbeiten und können daher Ärzte und Geräte optimal ausnutzen. Im Interesse der Patienten wird die Möglichkeit zu Zweit-Befundungen ("Vier-Augen-Prinzip") deutlich ausgebaut werden können. Die Geräte werden am neuesten Stand der Technik sein. Für Patienten wird es keine Verschlechterungen geben:
Ihre Untersuchung wird in einer radiologischen Praxis stattfinden, wie bisher. Die Adresse wird im Krankenhaus sein - wie bisher, da MR-Untersuchungen auch jetzt schon am Krankenhaus stattfanden.

Das Krankenhaus erhält das Honorar für die Untersuchung - so wie bisher der niedergelassene Arzt. Die SGKK und die anderen Sozialversicherungsträger sparen also keineswegs - wie fälschlich behauptet - Geld ein. Die Honorare bekommen die Spitäler. Die Gemeinden Zell am See und Mittersill als Spitalsträger sowie das Land Salzburg als zusätzlicher Spitalsfinancier sind somit diejenigen, die finanziell profitieren. Volkswirtschaftlich ist diese Regelung sinnvoll, da sehr teure Geräte besser ausgelastet werden können und keine doppelten Kosten entstehen.

SGKK-Obmann Andreas Huss: "Natürlich möchten niedergelassene Radiologieunternehmen die Honorare in Millionenhöhe gerne selbst in Rechnung stellen und kritisieren daher die Neuregelung. Es geht hier aber nicht um private Gewinninteressen, sondern um eine Regelung, die im Interesse der Patienten ist. Private Radiologieunternehmen wollten weder Saalfelden noch Mittersill betreuen, da es sich für sie betriebswirtschaftlich nicht rechnet. Wir können nun ein öffentliches Angebot für radiologische Untersuchungen für unsere Versicherten an drei Standorten zur Verfügung stellen."

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