Faymanns Angebot an Tsipras ist lächerlich!

Österreich hat keine 100 Experten zur Flüchtlingsregistrierung!

St. Pölten (OTS) - "Wenn Österreich 100 Experten zur Flüchtlingsregistrierung hätte, dann sind diese jetzt alle auf Kur oder, weil parteipolitisch gebunden, bei der Wien Wahl im Einsatz!" mit diesen Worten kommentiert der parteilose Landtagsabgeordnete Walter Naderer aus NÖ das Angebot von Bundeskanzler Werner Faymann an den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, je 50 Experten aus dem Innenministerium und dem Verteidigungsministerium zur Flüchtlingsregistrierung nach Lesbos zu schicken.

"Griechenland registriert sehr viele der Flüchtlinge, so finden sich an der österreichisch-ungarischen Grenze tausende zerrissene, aber manchmal rekonstruierbare Registrierungsdokumente der griechischen Behörden! Ich habe solche Dokumente, auch aus Makedonien und aus Ungarn!" stellt Naderer fest und führt weiter aus: "Als einziges Land an der Balkanroute ist Österreich nicht in der Lage, in Nickelsdorf auch nur die wichtigsten Personendaten zu erfassen, obwohl die Reisenden gruppenweise von den ungarischen Behörden an die Grenze gebracht werden. Das ist ein Abgesang des österreichischen Rechtsstaates. Wo sind denn diese 100 Experten im Moment wirklich? Warum ist keiner in Nickelsdorf!"

APP zur Registrierung wäre die Lösung:
"Mit 40 Beamten, die ein Smartphone bedienen können, kann man in Nickelsdorf alle Ankommenden zeitnahe erfassen, ihnen eine Registriernummer zuweisen und hat die Daten samt Foto und allen mitgeführten Dokumenten in einem Zentralregister, von wo aus ebenfalls mit dem Handy alles jederzeit und von jedem Ort abgefragt werden kann! Ein sehr kompaktes und anschauliches Konzept dafür habe ich über den Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung bereits Anfang September und vor kurzem auch direkt ans Innenministerium übermittelt." stellt Naderer fest. Er hat für diese Aufgabe mit einer oberösterreichischen Software-Firma eine Lösung konzipiert, sodass sie Flüchtlinge mittels APP und einer umfassenden Datenbank erfasst werden könnten.

Naderer fordert "Digital Thinking" und ein gesamteuropäisches Register: "Die momentane Registrierung ist logistische Steinzeit! Jedes Land füllt irgendwelche Formulare aus. Das ist Schwachsinn und Zeitverschwendung, Daten gehören einmal erfasst und dann vernetzt! Im digitalen Zeitalter hat man schnell Tools, die Daten der Flüchtlinge papierlos erfassen und zusammenführen sodass sie von jedem Exekutivbeamten in Europa mit dem Handy sowohl registriert und kontrolliert werden können." Sein Konzept dafür hat Naderer sowohl an die Europäische Kommission, wie auch einige EU Parlamentarier übermittelt.

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NÖ Landtagsabgeordneter Walter Naderer
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