Hundstorfer: Wissenschaftspreis untermauert Interesse des Bundes an wissenschaftlicher Forschung und Vernetzung

Vier NachwuchsforscherInnen mit JungakdemikerInnenpreis des Sozialministeriums ausgezeichnet

Wien (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat gestern Abend erstmalig den "Wissenschaftspreis des Sozialministeriums für JungakademikerInnen" vergeben. Der mit 5.000 Euro datierte erste Preis ging an Christoph Gretzl für seine Diplomarbeit an der TU Wien zum Thema "Der gesamtwirtschaftliche Nutzen von 24‐h Pflege‐ und Betreuungsdiensten im Vergleich zu stationären Pflegeangeboten". Den zweiten Preis und 3.000 Euro erhielt Birgit Schrattbauer für ihre Dissertation an der Paris-Lodron-Universität Salzburg zum Thema "Arbeitskräfteüberlassung: Chance oder Risiko für Problemgruppen des Arbeitsmarktes?". Über den 3. Preis und insgesamt 1.000 Euro konnten sich Stefanie Gerold und Matthias Nocker für ihre Master-These an der WU Wien zur Frage der Arbeitszeitreduzierung in Österreich freuen. Ausgewählt wurden die PreisträgerInnen von einer unabhängigen Jury aus ExpertInnen auf dem Gebiet der Sozialpolitik und der Gesellschaftswissenschaften unter dem Vorsitz der ehemaligen Sozialministerin Lore Hostasch. ****

In seiner Rede wies Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf die Bedeutung sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung für die Politik hin. "Fundierte wissenschaftliche Forschung liefert eine fundierte Basis für politische Entscheidungsträger. Der wissenschaftliche Blick von außen ermöglicht das Erkennen neuer Lösungswege. Es braucht den kritisch analytischen Blick in der Entscheidungsfindung. Die Arbeiten der HauptpreisträgerInnen analysieren die brennendsten Themen meines Hauses: Neue Wege für mehr Beschäftigung sowie die Verbesserung und den Ausbau des Pflegeangebots. Die Erkenntnisse aus den eingereichten Arbeiten werden mit Sicherheit in den künftigen Diskussionsprozess zu diesen Themen einfließen. Die große Anzahl von mehr als 200 eingereichten abgeschlossenen Master-, Diplomarbeiten und Dissertationen macht die gesellschaftliche Relevanz von sozialen Fragestellungen deutlich und ermuntert mich auch nächstes Jahr einen Preis für 2017 auszuloben", erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der auch auf die hohe wissenschaftliche Qualität aller eingereichter Arbeiten hinwies. "Diese Leistungsschau sozialwissenschaftlicher Forschung aus vielen Disziplinen ist der beste Beweis, wie wichtig eine noch engere Kooperation von akademischer Wissenschaft und Politik ist", so Hundstorfer.

Hostasch: Synergien zwischen Politik und Wissenschaft stärker nutzen

Die Vorsitzende der Jury, Sozialministerin a.D. Lore Hostasch, wies darauf hin, dass sich die politischen EntscheidungsträgerInnen mit immer komplexeren nationalen und internationalen Fragestellungen konfrontiert sehen. "Für die Politik wird eine wissenschaftsbasierte Entscheidungsgrundlage immer wichtiger. Entscheidungen aus dem Bauch heraus werden künftig immer weniger funktionieren. Erste Adressaten einer verstärkten Wissenschaftsbasierung sind neben der Politik, der Beamtenschaft und der Sozialpartner auch NGO´s. Aber auch die WissenschafterInnen müssen sich noch stärker ihrer bedeutenden Rolle bei der Erarbeitung von fundierten Entscheidungsgrundlagen für die Politikgestaltung bewusst werden. Der Preis des Sozialministeriums ist daher ein deutliches Signal dafür, Synergien zwischen Wissenschaft und Politik verstärkt zu nutzen", sagte Juryvorsitzende Hostasch.

Die Abstracts aller Arbeiten und die mehrseitigen Zusammenfassungen der PreisträgerInnen sowie von 23 weiteren, von der Jury besonders gewürdigten bzw. wissenschaftlich interessanten Arbeiten sind auf der Broschürenseite des Sozialministeriums
https://broschuerenservice.sozialministerium.at zum Download bzw. zur
Bestellung bereitgestellt. (schluss)

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