GBH-Muchitsch: Hitzeregelung greift noch nicht ausreichend

Aufklärungskampagne für Firmen und Auftraggeber startet 2016

Wien (OTS) -

33.890 Hitzestunden wurden im Sommer 2015 an insgesamt 14 Tagen für 13.113 Bauarbeiter aus 2.099 Betrieben über die Schlechtwetterregelung auf Baustellen gewährt. Für 2016 plant die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) vor der ersten Hitzewelle eine bundesweite Aufklärungskampagne, damit die Hitzeregelung stärker angewandt wird.++++ GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch: "Die Hitzeregelung auf den Baustellen greift, aber noch nicht ausreichend. Viele Arbeitgeber sind noch immer verunsichert, wie mit dieser neuen Regelung umzugehen ist. Wir streben Aufklärung, aber auch deutlichere Klarstellungen und nachvollziehbare Richtlinien an, wann hitzefrei zu geben ist." GBH plant 2016 Aufklärungskampagne Muchitsch: "2015 wurde die Hitzeregelung deutlich öfter angewandt als im Hitzesommer 2013, wo 27.609 Hitzestunden für 9.813 Bauarbeiter in 586 Betrieben gewährt wurden. 2014 gab es keinen Hitzesommer. Dennoch wollen wir als Gewerkschaft Bau-Holz, dass nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Auftraggeber in dieser Problematik weiter sensibilisiert werden und das Aussetzen der Arbeiten ab 35 Grad Celsius unter der Sonne unterstützen. 2016 werden wir vor der ersten Hitzewelle dazu eine Kampagne starten. Dazu zählen auch Gespräche mit unseren Sozialpartnern und den öffentlichen Auftraggebern. Ziel ist es auch, den Nachweis, dass 35 Grad Celsius erreicht wurden, zu vereinfachen." Daten und Fakten aus den Bundesländern zu "Hitzefrei" im Sommer 2015: Burgenland: 2.492 Stunden für 955 Arbeitnehmer aus 150 Firmen Kärnten: 360 Stunden für 97 Arbeitnehmer aus 23 Firmen Niederösterreich: 8.413 Stunden für 3.116 Arbeitnehmer aus 657 Firmen Oberösterreich: 5.024 Stunden für 2.333 Arbeitnehmer aus 334 Firmen Salzburg: 658 Stunden für 272 Arbeitnehmer aus 60 Firmen Steiermark: 4.161 Stunden für 1.856 Arbeitnehmer aus 278 Firmen Tirol: 419 Stunden für 179 Arbeitnehmer aus 25 Firmen Vorarlberg: 81 Stunden für 116 Arbeiter aus 15 Firmen Wien: 12.282 Stunden für 4.189 Arbeitnehmer aus 557 Firmen Österreich gesamt: 33.890 Stunden für 13.113 Arbeitnehmer aus 2.099 Firmen

Hitzeregelung Bauarbeiter sind unter schwerster körperlicher Arbeit die Hitzeopfer Nummer Eins. Deshalb hat der Gesetzgeber auf Vorschlag der Bausozialpartner 2013 die Möglichkeit geschaffen, die Arbeiten ab 35 Grad Celsius im Freien einzustellen. Für die gewährten Hitzestunden gebührt eine Entschädigung in der Höhe von 60 Prozent, finanziert aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen aus dem Schlechtwetterfonds.

Rückfragen & Kontakt:

GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch, 0664/614 55 42, GBH-Presse | Thomas Trabi, M.A., 0664/614 55 17, presse@gbh.at, www.bau-holz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002