TV-„Elefantenrunde“: Bürgermeister Häupl überzeugte mit Gelassenheit und klaren Ansagen

„Wien ist ein Gesamtkunstwerk, das für die Zukunft zu erhalten ist!“ – laut Blitzumfrage Häupl klarer Sieger

Wien (OTS/SPW) - SPÖ Wien-Spitzenkandidat, Bürgermeister Dr. Michael Häupl überzeugte im Rahmen der heutigen TV-Diskussion der SpitzenkandidatInnen zur Wien-Wahl 2015 mit klaren Ansagen zu den Themen Flüchtlinge, Arbeitsmarkt und Verkehr. Eingangs ging Häupl auf die Herausforderung durch die Entwicklung bei den Flüchtlingszahlen ein: "Wir müssen uns damit beschäftigen, woher und warum kommen die Menschen zu uns. Weil sie nur die Wahl haben, von IS-Terroristen erschossen zu werden oder in den Lagern zu verhungern. Das sind jene Flüchtlinge, von denen FPÖ-Obmann Strache behauptet, sie wären Wirtschaftsflüchtlinge. Es ist eine gemeinsame Aufgabe in Europa, jenen Menschen zu helfen, die zu uns kommen." Die Sorgen vieler Menschen verstehe er, versicherte Häupl: "Die Wahrheit ist aber, dass von der großen Flüchtlingswelle der letzten Monate gerade einmal fünf Prozent um Asyl angesucht haben. Die Mehrheit ist weitergereist."****

Künftig komme es darauf an, Integrationsmaßnahmen zu treffen, "so wie bisher auch - das ist nicht schlecht gelaufen. Es kommen keine Kinder, die nicht Deutsch können, vom Kindergarten in die Volksschule. Deutschlernen ist das Unerlässliche. Und es gibt bestimmte Dinge, die nicht zuzulassen sind. Zwangsehe etwa, das ist strafrechtlich verboten. Die Tochter nicht in die Schule zu schicken ebenso. Nichts steht über dem Gesetz, weder die Bibel noch die Scharia."

Es gebe ein bestimmtes Potenzial von Jugendlichen - das nach dem Pflichtabschluss die Berufsausbildung abbreche. Und es gebe zwischen 400 und 600 Jugendliche, die mit dem Familiennachzug nach Wien gekommen seien und weder Deutsch sprechen noch eine Ausbildung haben. Da arbeite man mit Native Speakern, die den jungen Menschen vermitteln: "Komm zu uns, lerne Deutsch, mach eine Ausbildung, dann hast Du hier eine Zukunft!"

Beim Thema Wirtschaft stellte Häupl klar, nichts gegen die Sonntagsöffnung zu haben - nur brauche es zuerst eine entsprechende Einigung der Sozialpartner. Die angeblichen "Rekordschulden" betragen nur 2,7 Prozent des Bruttoregionalprodukts. "Also lassen wir die Kirche im Dorf. Es kommt darauf an, durch Investitionen das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Bei 2,5 Prozent Wachstum werden wieder genügend Jobs geschaffen." Man dürfe nicht vergessen, dass seit 2009 eine große internationale Wirtschaftskrise herrsche. "Wir haben gegen die Krise aninvestiert, sonst wäre die Arbeitslosigkeit viel höher, so wie in anderen Großstädten."

Was die Zukunft der Verkehrsgestaltung angehe, unterstrich Häupl, dass es nicht ums Schikanieren von Autofahrern gehe. Vielmehr müssen die Öffis weiter attraktiviert werden - durch Netzausbau, Intervallverdichtung und günstige Tarife. In Sachen Koalitionsfrage unterstrich Häupl, Respekt vor den WählerInnen zu haben. Diese würden entscheiden und dann werde man Konsequenzen ziehen. "Aus inhaltlichen Gründen schließe ich eine Koalition mit der FPÖ aus, das ist nicht undemokratisch. Herr Strache und ich sind ja beide gegen die Zwangsehe, warum sollten wir dann für eine politische Zwangsebene sein", so Häupl.

Abschließend wandte sich Häupl an die ZuseherInnen: "Wien ist eine tolle Stadt, aber es gibt große Herausforderungen - etwa das Thema Bildung oder die Frage, wie gehen wir mit den älteren Menschen um. Wien ist ein Gesamtkunstwerk, das für die Zukunft zu erhalten ist -als weltoffene Stadt und in der Tat freie Stadt. Geben Sie mir am Sonntag zehn Minuten Zeit: Gehen Sie wählen und wählen Sie SPÖ!" Mit 31 Prozent überzeugte der Bürgermeister laut Blitzumfrage eine deutliche Mehrheit des TV-Publikums. (Schluss) tr

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