Schultes: Breitband als Nabelschnur für ländlichen Raum rasch ausbauen

Internet-Nutzung: Bäuerinnen und Bauern im Spitzenfeld vertreten

Bad Ischl (OTS) - "Der ländliche Raum braucht junge Menschen. Deren Ansprüche an die Lebens- und Arbeitswelt unterscheiden sich in nichts von jenen im städtischen Bereich. Vielfach aber versperren technische Barrieren, wie eine ungenügende Anbindung an das Internet, deren Chancen. Nur ein rascher Ausbau von Breitbandverbindungen schafft sichere Arbeits- und Lebensräume am Land und verhindert die Landflucht. Breitband ist die Nabelschnur für die ländlichen Regionen und muss forciert wie auch systematisch vorangetrieben werden. Das dient dem gesamten ländlichen Raum und nicht nur der Land- und Forstwirtschaft", erklärte LK Österreich-Präsident Hermann Schultes vor der Sozialpartner-Tagung zum Thema "Digitale Wirtschaft und Arbeitswelt", die heute in Bad Ischl begonnen hat.

"Wir wollen lebendige Dörfer mit jungen Familien, mit innovativen Unternehmern innerhalb und außerhalb der bäuerlichen Welt und einem spannenden kulturellen Angebot. Die 'Breitbandmilliarde' muss rasch und gezielt eingesetzt werden und soll in enger Kooperation mit der IT-Branche die nötige Infrastruktur ermöglichen", so Schultes.

"Der familiäre Verbund eines Bauernhofes ist heute vielfältiger als noch vor einigen Jahrzehnten. Junge Frauen unterschiedlichster beruflicher Qualifikation, die einen Bauern heiraten, bleiben oft weiterhin in ihrem Beruf tätig. Dafür benötigen sie einen schnellen Zugang zum Internet", ergänzte der LK-Präsident.

Digitale Arbeitswelt Bauernhof

"Auch die Welt der Bauern hat sich fundamental verändert. Die Land- und Forstwirtschaft von heute und morgen wird von gut ausgebildeten Experten betrieben. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln erfolgt durch hoch technologisierte Prozesse. Das 'Internet der Dinge' hat Maschinen und Geräte erobert, vom Stall über den Acker bis zum Forst. 'Digital farming' ist kein Schlagwort mehr, sondern vielfach bäuerlicher Alltag. Die digitale Welt hat auch auf den Bauernhöfen längst Einzug gehalten. Mehr als 90% der Landwirte nutzen Computer und Internet für betriebliche Zwecke. Sie beschaffen sich Informationen im Internet, wickeln ihre Bankgeschäfte ab, suchen nach Gebrauchtmaschinen, machen Tierbestandsmeldungen bei der AMA, verständigen Behörden und Verbände, stellen die Förderungsanträge für die EU-Ausgleichzahlungen, setzen den Computer im Pflanzenbau, der Düngeplanung, der Kellerwirtschaft oder in der Fütterung ein, erledigen ihre Korrespondenz oder ihre Buchhaltung, fakturieren für Direktvermarktung oder Urlaub am Bauernhof, halten die eigene Homepage sowie Gästekartei aktuell und bilden sich weiter", erläuterte Schultes.

Qualifikation entscheidet Zukunft

"Der Lebensort Bauernhof ist ohne schnelles Internet nicht mehr zukunftsfähig. Jeder Bauernhof steht heute im Wettbewerb mit der ganzen Welt. Daher haben die Landwirtschaftskammern, das LFI und die landwirtschaftlichen Schulen in einer wahren Bildungsoffensive zehntausende Bäuerinnen und Bauern sowie junge Menschen für den Einsatz neuer Medien fit gemacht. Nun gilt es, das Breitbandinternet im ländlichen Raum rasch auszubauen. Denn ein lebendiges Land braucht ungebremsten Zugang zur digitalen Welt", forderte Schultes. (Schluss)

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