Industrie: Bildungsinnovation vorantreiben

IV-GS Neumayer: Hohe Erwartungen an die Arbeit der Bildungsreformkommission – Schwerpunkte Autonomie, Schulverwaltung und Elementarbildung

Wien (OTS) - "Echte Autonomie im Schulbereich, die Verschlankung und Modernisierung der Schulverwaltung sowie die Aufwertung der Elementarpädagogik sind die drei vordringlichsten Aufgaben, die es jetzt zu bewältigen gilt", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Vorfeld der von der Bundesregierung angekündigten Reform der Schulorganisation am 17. November. Am Ende des Tages gelte es zu gewährleisten, dass Bildung in hoher Qualität für alle Kinder möglich wird. "Unsere Erwartungen an die Arbeit der Bildungsreformkommission sind daher hoch. Wir appellieren dringend an die politischen Entscheidungsträger, endlich den Aufbruch in ein neues Bildungszeitalter zu wagen und werden auch nicht müde zu betonen, dass es mutige Reformschritte, frei von ideologischen Scheuklappen, zu setzen gilt", stellte Neumayer klar.

Aus Sicht der Industrie seien im November insbesondere Schwerpunkte einer neuen Schulorganisation anzugehen. "Es braucht mehr Freiheit für die Schulen durch eine deutliche Stärkung der Autonomie und eine Verschlankung der Verwaltung: Konkret bedeutet das, mehr Personal und Geld von den Büros in die Klassenzimmer zu bringen. Und wir müssen den Pädagoginnen und Pädagogen mehr zutrauen:
Sie brauchen im Sinne der ihnen anvertrauten Kinder und im Blick auf deren Bildungserfolg deutlich mehr Spielraum und Eigenverantwortung als jetzt", so der IV-Generalsekretär. Was Reformen im Bereich der Elementarpädagogik betreffe, so ginge es der Industrie im Besonderen darum, Kindergärten als Bildungseinrichtungen zu positionieren, ein Bundesrahmengesetz für Qualität und Standards in den Einrichtungen zu schaffen sowie eine Anhebung der Ausbildungsqualität zu erreichen. "Und auch das zweite Kindergartenjahr für alle ist bei uns weiterhin auf der Agenda", so Neumayer.

"Diese Eckpunkte können aus unserer Sicht im November beschlossen werden, dann kann man von einem Erfolg sprechen. Mit einer Organisationsreform sei es im Bildungsbereich aber bei weitem nicht getan", betonte der IV-Generalsekretär. "Nach der Organisationsreform müssen wir weitermachen. Vor allem inhaltliche Fragen stehen noch auf der Reformagenda, die reichen von der Definition von Bildungszielen und Schlüsselkompetenzen über die Steigerung der Qualität der Pflichtschule bis zur Einführung einer mittleren Reifeprüfung." Zur Diskussion dieser Fragen schlägt die IV ein gemeinsames Vorgehen der Politik mit den Betroffenen, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft vor. "Österreich braucht eine umfassende Strategie für die Zukunft des Bildungswesens. Ein gemeinsamer Prozess soll noch in dieser Legislaturperiode die Weichen dafür stellen", so Neumayer abschließend.

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