Wachstum der Medikamentenkosten ist rückläufig

Wien (OTS) - In den vergangenen Wochen und Monaten wurden unterschiedliche Zahlen zu den Steigerungsraten von Medikamentenkosten genannt. Fakt ist: Das Wachstum der Ausgaben ist rückläufig. "Aktuelle Zahlen bestätigen einen Trend, der bereits vor Monaten eingeleitet wurde. So betrug die Steigerung der Medikamentenkosten im Mai lediglich 3,8 Prozent. Die Zahlen für Juli beliefen sich auf rund vier Prozent, im August auf 4,8 Prozent. Eine Entwicklung, die sich nach uns vorliegenden Informationen jedenfalls auch im September fortsetzen wird", so Mag. Ingo Raimon, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI).

"Im Sinne der Transparenz erwarten wir, dass die konkreten Entwicklungen der Zahlen bei den Lösungsvorschlägen im Zuge der Verhandlungen über den neuen Rahmen-Pharmavertrag berücksichtigt werden. Dazu haben wir als Industrie Ausprägungen eines dynamischen Modells auf Basis von tatsächlichen Kostensteigerungen vorgeschlagen. Ansonsten entsteht in der Öffentlichkeit ein verzerrtes, weil nicht korrektes Bild", konstatiert Raimon und merkt an, dass der Hauptverband der Sozialversicherungsträger im Hinblick auf die Ausgabensteigerungen das erste Halbjahr als Vergleichszeitraum heranzieht (plus acht Prozent) und nicht die aktuelle Tendenz der letzten Monate.

Präsident Raimon betont jedoch, dass sich die Industrie eine gemeinsame Lösung mit dem Hauptverband wünsche, "schließlich haben innovative Arzneimittel einen weitreichenden Nutzen für die gesamte Bevölkerung und tragen dazu bei, nachhaltig Kosten zu sparen".

Hintergrund der Differenzen bei den Zahlen

Ende dieses Jahres läuft der aktuelle Rahmen-Pharmavertrag zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der pharmazeutischen Industrie aus. Ziel dieses Vertrages ist es, durch einen freiwilligen Beitrag der Pharmabranche (Solidarbeitrag) die Leistungsfähigkeit der sozialen Krankenkassen zu unterstützen. Auch in Zukunft wolle die Pharmaindustrie zur finanziellen Konsolidierung der Sozialversicherungen beitragen und will daher die derzeit unterbrochenen Verhandlungen wieder aufnehmen: "Wir sind gesprächsbereit und nach wie vor an einer partnerschaftlichen Lösung interessiert - zum Wohle der gesamten Bevölkerung und im Sinne zukunftsweisender Innovationen."

Über FOPI

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 26 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesundheitswesen setzt sich FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich ein. Im Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern trägt FOPI dazu bei, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen.

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