Spindelberger: Ärztekammer trägt teure Eulen nach Athen

Offener Brief und Petition entsprechen in größten Teilen Position der Gesundheitsministerin – Kampagne von falscher Panikmache geprägt – Ärztekammer muss sich beim Wort nehmen

Wien (OTS/SK) - Viel Geld hätte sich die Wiener Ärztekammer laut SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger sparen können. Sind doch die Forderungspunkte im offenen Brief sowie jene der Online-Petition in den größten Teilen deckungsgleich mit den Vorstellungen von SPÖ-Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser zur Primärversorgung. "Die Forderungspunkte der Online-Petition würde jeder in der SPÖ vollinhaltlich unterstützen, es wäre aber ein sinnloser Akt, weil es ohnehin der Haltung der Gesundheitsministerin entspricht. Freie Arztwahl? Persönliche Beziehung zum Vertrauensarzt? Wohnortnahe Versorgung? Immer Erstkontakt mit Arzt oder Ärztin? Dazu sage ich viermal ja. Das sind wohl teure Eulen, die nach Athen getragen werden", kritisiert Spindelberger den falschen Alarmismus in der Kampagne der Ärztekammer Wien. ****

Die Ausweitung der Primärversorgung, also der ganztägigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung von PatientInnen im multiprofessionellen Team rund um den Hausarzt bzw. die Hausärztin bringe zahlreiche Verbesserungen für PatientInnen und ÄrztInnen. "Gerade im ländlichen Raum beklagt die Ärztekammer stets, wie unattraktiv der Beruf des Hausarztes heute ist - hier müssen wir die Versorgungsdichte für PatientInnen erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ÄrztInnen mitbedenken. Wir können die gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit den überholten Strukturen der 1950er Jahre bewältigen. Die Arbeit im Team ist hier die zeitgemäße Antwort", betont Spindelberger, für den die ÄrztInnen in dieser Frage weitaus aufgeschlossener sind als die FunktionärInnen der Ärztekammer.

In diesem Sinne plädiert SPÖ-Gesundheitssprecher Spindelberger an die Ärztekammer für Wien, sich selbst beim Wort zu nehmen und fordert:

- den Weg der Konfrontation zu verlassen und zu einem konstruktiven Miteinander zu finden

- sich gemeinsam gegen Privatisierung und Zentralisierung einzusetzen

- gemeinsam die Zwei-Klassen-Medizin in Österreich zu verhindern, das heißt, jedem und jeder eine bedarfsorientierte und wohnortnahe medizinische Versorgung zu ermöglichen - gerade auch in ländlichen Regionen

- auf Basis des gemeinsam erarbeiteten Konsenses zur Primärversorgung aus dem Jahr 2014 den guten Weg fortzusetzen

- sich in diesem Sinne für ein Miteinander von HausärztInnen und Primärversorgungseinrichtungen einzusetzen. (Schluss) bj/ph/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001