Mitterlehner / Mahrer: Vier Millionen Euro für neues Förderprogramm "Gründung am Land"

Investitionsförderung von bis zu 50.000 Euro für junge, innovative Unternehmen im ländlichen Raum

Wien (OTS/BMWFW) - Das Wirtschaftsministerium setzt gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und mit der Agrarmarkt Austria mit "Gründung am Land" weitere Schritte zur Förderung von innovativen Unternehmensgründungen im ländlichen Raum. Geschäftsideen werden dabei mit bis zu 50.000 Euro gefördert. Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung und Weiterentwicklung von bevorzugt technisch-innovativen Investitionsvorhaben, die im Einklang mit dem jeweiligen Regionalkonzept stehen, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Die Einreichfrist beginnt am 5. Oktober und endet am 3. Dezember 2015. "Insgesamt können über das Programm in den nächsten fünf Jahren rund vier Millionen Euro abgerufen werden. Gerade im ländlichen Raum gibt es viel Unternehmergeist und Innovationskraft, die es zu stärken gilt. Das sichert Wachstum und Arbeitsplätze in den Regionen", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich des Starts der ersten Ausschreibungsrunde von "Gründung am Land".

"Um den Innovationsstandort voranzubringen, müssen wir noch stärker auf die Kreativität, den Erfindergeist und die Innovationskraft der Menschen setzen. Durch innovationsorientierte Gründungen müssen wir diesen enormen Wissensschatz in Wertschöpfung und Arbeitsplätze umsetzen. Start-Ups sind die Problemlöser und Innovationstreiber der Zukunft. Viele von ihnen sind Nischenkaiser und mischen bereits heute von Österreich aus auf den Weltmärkten mit. Ziel der neuen Initiative ist es, diese Entwicklung zu fördern und zahlreiche neue 'Hidden Champions' hervorzubringen", betont Staatssekretär Harald Mahrer.

Neue oder bereits tätige Unternehmen im ländlichen Raum

Mit "Gründung am Land" werden gezielt Investitionsprojekte mit wirtschaftlichem Mehrwert im ländlichen Raum unterstützt, die entweder von Neugründungen oder von jungen, bereits in der Region tätigen Unternehmen, die jedoch höchstens fünf Jahre alt sind, ausgehen können. "Gefördert werden vorrangig materielle und immaterielle Investitionskosten" erläutern Bernhard Sagmeister und Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführer der aws. Zu den materiellen Investitionskosten zählen Kosten für Errichtung, Erwerb, Leasing, Modernisierung von unbeweglichen Anlagevermögen genauso wie Kosten für Neukauf oder Leasing von Maschinen und Anlagen. Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf von Computersoftware, von Patenten und Lizenzen, Copyrights und Marken sind Beispiele für immaterielle Investitionskosten.

Ausschreibung startet am 5. Oktober

Der Call "Gründung am Land" startet am 5. Oktober 2015 und endet am 3. Dezember 2015 um 12:00 Uhr. Einreichungen können ausschließlich online über den neuen aws Fördermanager erfolgen. Die Auswahl erfolgt nach dem Wettbewerbsprinzip in einem zweistufigen Prozess. Die finale Förderentscheidung erfolgt auf Vorschlag einer externen Jury durch die aws.

Pro ausgewähltem Unternehmen ist eine maximale Förderung (nicht rückzahlbarer Zuschuss) von 50.000 Euro - bei maximal 55 Prozent der förderbaren Kosten - vorgesehen Der Projektzeitraum beträgt typischerweise 12 Monate. Die Auszahlung erfolgt in zwei erfolgsabhängigen Tranchen anhand eines Projektkonzeptes.

Innovationsanspruch: Neu oder signifikant verbessert

Um eine Förderung zu erhalten, muss das Projekt definierten Kriterien entsprechen. Neben Übereinstimmung mit dem jeweiligen Regionalkonzept und Schaffung eines regionalen wirtschaftlichen Mehrwertes für die Region, in der das Unternehmen seinen Sitz hat, sollte das Projekt dem Innovationsanspruch "neu oder zumindest signifikant besser" entsprechen. Der Call wendet sich an Projekte in der Gründungsphase sowie an Projekte von jungen Unternehmen (maximal fünf Jahre nach der Gründung). Angesprochen werden innovative Handwerke, verarbeitendes Gewerbe und industrielle Erzeugung, innovative Dienstleistungen sowie neue Produkte und Dienstleistungen in der Region, die der Ergänzung von regionalen Wertschöpfungsketten dienen. Wesentliche Beurteilungskriterien sind etwa der Innovationsgrad (neu in der Region), Möglichkeiten zur Absicherung des geistigen Eigentums aus dem Gründungsvorhaben bzw. die wahrscheinliche Kommerzialisierbarkeit.

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf www.awsg.at/GruendungamLand

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