Start des „kreuz und quer“-Zweiteilers „Geheimauftrag Pontifex– Der Vatikan im Kalten Krieg“

Danach am 6. Oktober: Die Geschichte eines australischen Fernsehpredigers

Wien (OTS) - "kreuz und quer" - präsentiert von Christoph Riedl-Daser - zeigt am Dienstag, dem 6. Oktober 2015, um 22.35 Uhr in ORF 2 den ersten Teil des Zweiteilers "Geheimauftrag Pontifex - Der Vatikan im Kalten Krieg" von Jan Peter und Yury Winterberg. Investigative Recherchen, seltene Archivaufnahmen sowie aufwendige Dreharbeiten in Italien, Polen, den USA und Deutschland sorgen für einen spannenden dokumentarischen Thriller mit überraschenden Einsichten. Der zweite Teil steht am Dienstag, dem 13. Oktober, um 22.35 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Um 23.10 Uhr erzählt die Dokumentation "Himmel, Hölle und zurück" die Geschichte eines australischen Fernsehpredigers. Der Film zeichnet Aufstieg, Fall und Läuterung des Clark Taylor und zeigt, wie ein Fernsehprediger Weisheit lernt, in die von ihm gegründete Kirche zurückfindet und sich als Unternehmer auf dem harten Markt der Weltanschauungen behauptet.

"Geheimauftrag Pontifex - Der Vatikan im Kalten Krieg" - Ein Film von Jan Peter, Buch: Yury Winterberg

US-Präsident Ronald Reagan war davon überzeugt, dass der Vatikan neben den USA und der Sowjetunion eine dritte Supermacht sei. Nirgendwo sonst auf der Welt tummelten sich auf engstem Raum so viele Spione aus allen Lagern. Selbst die ostdeutsche Stasi platzierte Topagenten im Umfeld des Papstes. Durch die Wahl des Polen Karol Wojtyla, der den Papstnamen Johannes Paul II. annahm, rückte der Vatikan noch stärker ins Zentrum der Auseinandersetzung zwischen Ostblock und westlicher Welt. Einerseits unterstützte der Papst massiv die polnische Oppositionsbewegung, andererseits trat er als Kapitalismuskritiker auf. Im Mai 1981 findet der Konflikt ein tragisches Fanal: Die Schüsse des Ali Ağca auf Papst Johannes Paul II. zählen bis heute zu den ungelösten Rätseln des Vatikans, verbunden mit zahlreichen falschen Fährten, Lügen, Täuschungen und Intrigen. Das knapp gescheiterte Attentat war der vorläufige Höhepunkt einer Auseinandersetzung, die Jahre später in den Zusammenbruch des sozialistischen Machtblocks mündete.

"Geheimauftrag Pontifex" beleuchtet dieses wenig bekannte Kapitel aus der Zeit des Kalten Krieges. Zu Wort kommen hochkarätige Interviewpartner wie der polnische Geheimdienstmitarbeiter Tomasz Turowski, der in Rom Johannes Paul II. für den Ostblock ausspionierte, Melvin Goodman, ehemaliger Abteilungsleiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, einflussreiche Vatikanfunktionäre und italienische Ermittlungsrichter. Manche von ihnen, wie der Chef einer geheimen Operation der ostdeutschen Stasi in Warschau oder Reagans wichtigster Berater in sowjetischen Angelegenheiten John Lenczowski, haben über die Ereignisse noch nie vor einer Kamera gesprochen. Zugespitzt auf die Geschehnisse im kleinsten Staat der Welt, dem Vatikan, entsteht ein einzigartiges Porträt des dramatischen Kampfes zweier Weltsysteme.

"Himmel, Hölle und zurück: Die Geschichte eines australischen Fernsehpredigers" - Ein Film von Tracey Robertson

Er war der erste Fernsehprediger Australiens, ein Showmaster Gottes, der Kranke vor laufender Kamera heilte: Clark Taylor, ein bibelfester Charismatiker mit rigiden Moralvorstellungen. Mehr als 5.000 begeisterte Mitglieder zahlten wöchentlich Mitgliedsbeiträge und machten Taylor wohlhabend. Doch dann kam sein Sündenfall: eine Liebesaffäre mit einer seiner Mitarbeiterinnen. Verlassen von seiner Ehefrau, verstoßen von seiner Gemeinde, ging Taylor in die Vereinigten Staaten. "kreuz und quer" in der australischen Produktion "Himmel, Hölle und zurück - Die Geschichte eines australischen Fernsehpredigers" zeigt seine Geschichte.

25 Jahre später ist Clark Taylor selbst bekehrt. Er ist nach Australien zurückgekommen und hat es geschafft, das Vertrauen seiner Familie und seiner einstigen Gemeinde wiederzugewinnen. Er hat seine Frau Anne wieder geheiratet und sich mit seiner Tochter Linda versöhnt. Clark Taylors Gemeinde umfasst wieder mehrere hundert Mitglieder - und der geläuterte 70-Jährige zählt neuerlich zu den erfolgreichsten Predigern mit eigener Fernsehshow. Die Zeiten sind allerdings auch für Fernsehprediger härter geworden. Selbst Tele-Evangelisten stehen unter dem Druck von Businessplänen und müssen die Kirchenbänke füllen, um ihre Umsätze zu steigern. Die bisher gemeisterten Hürden in seinem Leben machen Clark Taylor zuversichtlich, dass sein Erfolg jetzt von Dauer sein wird. Als Beweis dient ihm auch der Umstand, dass er sich auf wundersame Weise von Herzinfarkt und Gehirnschlag erholt hat und dass ihm offenbar Gott selbst zur Seite steht.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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