Salon A: Standort Österreich – Chancen für Wirtschaft und Forschung?!

Wien (OTS) - Am 30. September 2015 traf sich der Salon A erstmals nach der Sommerpause zu einer seiner spannenden Diskussionsrunden. Ehrengast beim Herbstauftakt war Dr. Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Er referierte über aktuelle Herausforderungen und Chancen für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich. Mahrer war bis Ende September Präsident der Julius Raab Stiftung, die bekanntlich das Ziel verfolgt, Österreich mit neuen Ideen sowie einer ehrlichen und mutigen Politik weiter zu entwickeln. Das Interesse und die Erwartungshaltung an die Ausführungen des Staatssekretärs waren dementsprechend groß. So lauschten die anwesenden Gäste aus Apothekerschaft, Politik und Gesundheitssystem gespannt und diskutierten im Anschluss die aufgegriffenen Themenfelder.

"Unsicherheit spielt eine gewichtige Rolle bei beruflichen Entscheidungen und Investitionen. Freiberufler sind hier keine Ausnahme. Ich freue mich daher ganz besonders, dass wir einen großen Mutmacher unseres Landes aus dem Bereich Wirtschaft und Forschung im Salon A begrüßen dürfen, der in seinem Handeln stets darin bestrebt ist, Dinge in die richtige Richtung zu verändern und Politik, Bürger und Medien in die Pflicht nimmt. Genau das braucht unsere Stimmungsgesellschaft in angespannten Zeiten. Veränderungsbereit ist nur, wer sich sicher fühlt!", leitete Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Obfrau des Salon A und Präsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich, in den Abend ein.

"Wir erleben gerade einen elitären Pessimismus der Sonderklasse, wo alle herumgranteln und sagen, was nicht funktioniert. Das Ganze ist genährt durch den Terror seit dem 11. September 2001, die Finanzkrise und aktuell durch die Flüchtlingsfrage. Inzwischen herrscht kollektive Angst vor dem persönlichen Statusverlust. Diese lähmenden Ängste haben sich in der ganzen westlichen Welt breit gemacht", so Staatssekretär Dr. Harald Mahrer, der für einen mutigen Umdenkprozess plädiert: "Österreich war schon einmal in der Spitzengruppe der europäischen Innovatoren. Wir kommen da garantiert wieder hin, weil es quasi in unserer DNA liegt. Wir sind Bastler und Ausprobierer. Ich bin immer begeistert, wenn ich zu heimischen Nischenplayern gehe, weil sie extrem kreativ und innovativ sind. Das ist rein eine Frage der Geisteshaltung, der politischen Prioritäten und eine Frage der Kooperation mit anderen Ländern."

Der Innovationsstandort Österreich liege sowohl bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung als auch bei der Forschungsquote auf Rekordkurs. Das zeige Mahrer, dass die Richtung stimme. Trotzdem müsse Österreich einen Gang höher schalten. "Ein Blick über den europäischen Tellerrand zeigt, wo die Reise hingeht. China investiert massiv im Forschungs- und Innovationssektor. Bis 2022 ziehen sie mit 600 Milliarden Dollar an F&E-Investitionen mit den USA gleich. Europa wird bereits 2019 überholt. Der einstige Imitation-Leader wird damit zum globalen Innovation Leader. Es wird also zu einer großen geo-tektonischen Innovations- und Machtverschiebung Richtung Asien kommen", ist Mahrer überzeugt: "Trotz dieser Verschiebungen denken in Europa viele noch immer im eigenen Sprachraum. Mit 28 europäischen Teilmärkten sind wir leider die Spezialisten für Segmentierung. Wir brauchen dringend den echten Binnenmarkt, um die Innovationsbarrieren zu beseitigen. Passen wir uns nicht umgehend an, wird das Gesetz der großen Zahl über uns hinwegfegen."

Entscheidend sei daher die Frage, wie es gelingt möglichst viel Wertschöpfung und Innovationsleistung in Österreich zu halten. "Wir verdienen 6 von 10 Euro im Export, und das dank unserer Unternehmen und der exzellenten Forschungseinrichtungen. Durch diese Stärke wird aber die strukturelle Schwäche zugedeckt. Bei uns haben noch nicht alle verstanden, dass wir nicht ewig vom Erfolg vergangener Tage leben können. Was wir brauchen sind Impulse für die Wirtschaft, um Jobs zu schaffen und unsere Innovationskraft auszubauen. Und es müssen Strukturmängel behoben werden - vom Pensionssystem über die Verwaltung bis hin zur maßlosen Überregulierung."

Abschließend hielt Mahrer fest: "Die Digitalisierung stellt alles auf den Kopf. Morgen noch viel mehr, als wir es uns heute vorstellen können. Das Tempo der digitalen Reise wird immer schneller. Es ist entscheidend, Pilot und nicht Passagier zu sein. Im Cockpit sitzen, das Steuer in der Hand zu haben und die Richtung vorzugeben - die Zukunft aktiv gestalten, um nicht gestaltet zu werden. Diese Chance gilt es für Österreich zu nutzen."

Dass es eine wichtige Verantwortung, Aufgabe und Verpflichtung ist, diese Chancen rechtzeitig zu erkennen und aufzugreifen, ergänzt die Salon A Obfrau-Stv., Mag. pharm. Corinna Prinz-Stremitzer: "Wir die wir hier sitzen sind allesamt bereit und gewillt, die erforderlichen Veränderungen aktiv mitzutragen. Mut spielt dabei eine wichtige Rolle. Der feste Glaube daran, dass wir unsere Ziele vor dem Hintergrund der globalen Megatrends und Entwicklungen auch erreichen können, ist dabei eine essentielle Motivationsquelle", so Prinz-Stremitzer.

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Salon A – Gesellschaft der österreichischen Apotheker
Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Obfrau Salon A
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