Gabmann: Gerechtigkeit im Bildungswesen sichern

Bildungsgerechtigkeit muss auch nach der Pflichtschule angestrebt werden

Sankt Pölten (OTS) - Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für "Erfolg" im Leben. Es ist daher die Aufgabe des Bildungssystems Talente zu fördern und Schwächen auszugleichen. Gleichzeitig ist es auch die Aufgabe des Bildungssystems soziale Ungleichheiten zu kompensieren und Kindern Chancengleichheit zu ermöglichen.

"Bildungswahlentscheidungen hängen in Österreich stark vom Einkommen der Eltern ab", zeigt sich Klubobmann Gabmann enttäuscht. Das wird besonders beim Besuch an weiterführenden Schulen deutlich, der in der Regel um einiges teurer kommt, als der Besuch einer Schule im Pflichtschulalter. Gabmann warnt, dass auch hier wieder ärmere Haushalte unverhältnismäßig stark betroffen sind, womit die Bildungswegentscheidung nach der 8. Schulstufe nach wie vor auch direkt von der sozioökonomischen Herkunft beeinflusst wird.

Soziale Transferleistungen (z.B. Schulbeihilfe) schaffen nur bedingt Ausgleich. Preistreiber unter den Schulkosten sind an erster Stelle Ausgaben für Schulveranstaltungen und weitere Nebenkosten. Ebenfalls ein großer Brocken sind Ausgaben für Schulmaterialien, sowie Basiskosten für den Schulanfang, die eigentlich in den Aufgabenbereich der öffentlichen Hand fallen. So werden, um das Überleben der Schulen zu finanzieren, neben Musik-Beiträgen auch schon einmal Öko-Beiträge, Sport-Beiträge und/oder EDV-Beiträge fällig.

Die OÖ AK hat berechnet, dass die durchschnittlichen schulbezogenen Jahreskosten pro Kind in weiterführenden Schulen bereits bei Euro 2378 liegen. Für viele Familien stellt das ein Fünftel des verfügbaren Netto - Monatseinkommens dar.

Gabmann fordert daher, dass Schulveranstaltungen im Rahmen des Unterrichts gratis angeboten werden. "Das Land NÖ muss sich hier viel intensiver einbringen. Viele Eltern könnten sich so hunderte Euro pro Schuljahr sparen. Außerdem müssen Material-Anforderungen bescheidener und die Beschaffungsorganisation effizienter werden. Es kann nicht angehen, dass Eltern jedes Jahr für neue Beiträge aufkommen müssen, um die Finanzen der Schulen aufzubessern!", so Gabmann abschließend.

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