NÖAAB-Bader: NÖ Gebietskrankenkasse will auf Kosten der Patienten sparen

Lange Wartezeiten bei Magnetresonanz-Untersuchungen (MR) bei Röntgeninstituten im niedergelassenen Bereich nicht akzeptabel.

St. Pölten (OTS) - "Einerseits warten Patienten wochenlang auf einen Termin für eine MR-Untersuchung und andererseits bieten Röntgeninstitute gegen Bezahlung von bis zu 200 Euro frühere Termine an. Patienten, die oft lebenslang Sozialversicherungs-Beiträge bezahlen, werden so gedrängt, Kosten privat zu tragen. Das ist von der NÖ Gebietskrankenkasse hausgemachte und geduldete schlechte Versorgung von jährlich über 150.000 Niederösterreichern", so VP-Gesundheitssprecher LAbg. Karl Bader.

Kein Verständnis zeigt Bader gegenüber einer "Resolution" des Beirates der NÖGKK, die Untersuchungszahlen in den NÖ Kliniken zu erhöhen. "Die Resolution zeigt, dass die NÖGKK nicht auf eine optimale Versorgung, sondern auf Kosteneinsparungen auf dem Rücken der Patienten abzielt. Damit will die NÖGKK nur eigene Leistungen und Kosten auf die Kliniken abwälzen, obwohl es für die Patienten einfacher ist, sich in den Röntgeninstituten untersuchen zu lassen."

"Die zentrale Lösung liegt vielmehr in der Aufhebung der Leistungs-Deckelung der Sozialversicherungen für die Röntgeninstitute, damit Patienten, die eine MR-Untersuchung benötigen, diese auch rasch erhalten", fordert Bader. Die Deckelung bewirkt derzeit, dass Radiologen ab einer bestimmten Anzahl an Untersuchungen pro Jahr kein Honorar mehr von der NÖGKK bezahlt bekommen.

"Diese Vorgangsweise zeigt, wie die NÖGKK mit ihren beitragszahlenden Patienten umgeht" ist Bader erschüttert.

"Das Land Niederösterreich steht jedenfalls weiterhin zu seinem Angebot zur Kooperation und ist zu konstruktiven und faktenorientierten Gesprächen als Partner jederzeit bereit", so Bader abschließend.

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