Transportbetonlehre: Mit Expertenwissen auf Erfolgskurs

Wien (OTS) - Der "Lehrling des Jahres 2014" des Güteverbandes Transportbeton legt die Latte für seine Kollegen hoch: Genauigkeit, Expertenwissen in puncto Betonverarbeitung, strengste Sorgfalt und Disziplin zeichnen Andreas Humer aus.

Andreas Humer ist "Lehrling des Jahres" - sein Lehrbetrieb Eder wurde ebenso als Vorzeigbetrieb in puncto Ausbildung als "Lehrbetrieb des Jahres" geehrt. Andreas Humer absolvierte im Unternehmen Eder in Peuerbach/Oberösterreich eine Doppellehre als Transportbeton- und Betonfertigungstechniker. "Eine Kombination, die klug ist und Zukunftspotential hat", ist Hans Andorfer, verantwortlich für die Lehrausbildung im Güteverband Transportbeton, GVTB, und Geschäftsführer von w&p Beton, überzeugt. Die Lehrabschlussprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Fragen dazu entwickelte Andorfer aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung in der Transportbetonbranche. Andreas Humer bewies bei der praktischen Prüfung eine professionelle Ruhe, als wäre er bereits seit Jahren als Transportbetontechniker tätig, zeigt sich Andorfer von dem jungen Oberösterreicher begeistert. Humer schloss die Prüfung mit Auszeichnung ab.

Der GVTB kämpfte einige Jahre um die Anerkennung des Lehrberufs Transportbetontechnik. Mit Erfolg wie auch die Anzahl der Lehrlinge zeigt. "Dennoch, wir brauchen viel mehr Lehrlinge. Ich bin davon überzeugt, der `Lehrling des Jahres` wie auch der `Lehrbetrieb des Jahres´ wird weitere Unternehmen dazu motivieren, Lehrlinge auszubilden und somit auf Qualität als Erfolgsrezept zu setzen", so Andorfer.

Qualitätsstandard sichern

Eines der wichtigsten Anliegen hinter der Ausbildung im Lehrberuf Transportbetontechnik ist die Sicherung des Qualitätsstandards. "Früher bildeten Unternehmen ihre Lehrlinge selbst, jedoch ohne speziellen Vorgaben, aus - nun gibt es eine professionelle Grundlage, die eine hochqualitative Ausbildung garantiert", erklärt Andorfer. Transportbetontechniker nehmen die Kundenaufträge an, bereiten die Produktion vor, bedienen und überwachen die oft computergesteuerten Anlagen. Sie füllen den fertigen Beton ab und bereiten Reststoffe für eine neuerliche Verwendung wieder auf.

Nach einem positiven Abschluss der Berufsschule entfällt die theoretische Prüfung. Bei der praktischen Prüfung wird ein Bauteil vorgegeben, der dann mit einer bestimmten Betonsorte erzeugt werden soll. Anhand dieser Auswahl muss der Lehrling eine Betonmischung erstellen - bei den Gesteinskörnern muss eine Eigenfeuchtebestimmung erfolgen. Die Betonrezeptur wird im Labor gemischt, dann folgt die Frischbetonprüfung mit allen Feinheiten. Know-how, das auf jeder Baustelle gebraucht wird. "Als Problem erkannten wir jedoch, dass das händische Rechnen nicht für alle selbstverständlich ist - da viel am Computer gerechnet wird. Darauf legen wir jedoch besonderen Wert, denn nur dann weiß ich, dass das Zustandekommen der richtigen Mischung tatsächlich verstanden wurde", erklärt Andorfer. Transportbetontechniker sind gesuchte Leute, ihre Karrierechancen sind breit, sie reichen vom Labormitarbeiter bis zum Werksleiter. Humer ist auf einem guten Weg. Er beeindruckte die Prüfungskommission mit seinem Wissen, seinem Engagement wie auch seiner Art, völlig selbstständig zu arbeiten. Auch beim abschließenden Fachgespräch beantwortete er jede auch noch so knifflige Frage zur Betontechnologie oder auch zur Gesteinskörnung. Eine hohe Latte für seine Kollegen, die aber zugleich Ansporn sein soll.

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