EGB fordert 25 Prozent Mindestsatz bei Unternehmenssteuern

Auch einheitliche Bemessungsgrundlage in allen EU-Ländern nötig - ÖGB-Antrag beim EGB-Kongress angenommen

Wien (OTS) - "Jedes Jahr verzeichnen die EU-Staaten einen Schaden von mehr als 1.000 Milliarden Euro, die ihnen durch Steuervermeidung, Steuerparadiese und Steuerhinterziehung entstehen. Der ÖGB fordert daher einen EU-weiten Mindeststeuersatz von 25 Prozent auf Unternehmenssteuern und hat einen entsprechenden Antrag beim EGB-Kongress eingebracht", begründet ÖGB-Präsident Erich Foglar. Der Antrag wurde Mittwoch Nachmittag von den Delegierten angenommen.++++

Mitten in der EU gibt es Beispiele, wo Tochterunternehmen internationaler Konzerne Traumsteuersätze von gerade einmal 0,5 Prozent bezahlen. In der EU stammen 51 Proeznt des Steueraufkommens aus Arbeit, 28 Prozent aus Konsum und nur 21 Prozent aus Kapital. "Es ist höchste Zeit, diese Schieflage und einseitige Belastung der ArbeitnehmerInnen zu beenden", fordert Foglar.

Seit Jahren fordert der ÖGB eine gemeinsame Berechnungsgrundlage für die Unternehmenssteuern in der EU. Das ist unbedingt notwendig, aber zu wenig: "Wir müssen endlich auch verbindliche Mindestsätze für Unternehmenssteuern beschließen, nicht wieder unverbindliche Empfehlungen, damit das ruinöse Steuerdumping endlich beendet wird!"

SERVICE: Der Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB/ETUC) findet derzeit in Paris statt. Live streaming: www.etuc.org, Infos:
www.oegb-eu.at, Twitter: #ETUC15 (fk)

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