Industrie zu WEF-Ranking: Standortqualität sackt erneut ab

Reformversäumnisse kosten Wohlstand, Wachstum und Arbeitsplätze – Abwärtstrend durch richtige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen stoppen – Kontraproduktive Signale vermeiden

Wien (OTS) - Erneut hat das heute, Mittwoch, veröffentlichte Ranking des Genfer World Economic Forum den kontinuierlichen Verfall der Qualität des Wirtschaftsstandortes klar veranschaulicht: Österreich verliert immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit, tritt nochmals zwei Plätze ab und liegt nun auf dem 23. Platz von 140 teilnehmenden Ländern - EU-weit rangiert Österreich nur noch an zehnter Stelle. Diese verhängnisvolle Entwicklung ist ernst zu nehmen und nicht wegzudiskutieren - vor allem angesichts der Tatsache, dass die stetig steigenden Arbeitslosenzahlen gleichsam das direkte Ergebnis und die logische Folge jenes Abwärtstrends darstellen. Sicherlich ist es positiv zu bewerten, dass Österreich im Ranking in den Bereichen Forschung und Innovation punkten kann. Das kann aber keinesfalls die fundamentalen strukturellen Reformnotwendigkeiten in allen Bereichen, wie unter anderem der staatlichen Verwaltung, überdecken. Ebenso wenig kann es die dringend erforderliche, substanzielle Entlastung der Unternehmen bei den Lohnnebenkosten ersetzen.

Besonders bezeichnend ist das schlechte Abschneiden Österreichs im Ranking in der Kategorie "Effizienz des Arbeitsmarktes", bei dem Österreich lediglich auf den 40. Platz kommt. Wenn es um die "Flexibilität der Lohnfestsetzung" geht kommt Österreich sogar nur auf den 139. und damit vorletzten Platz! Auch in der Kategorie "Auswirkungen des Steuersystems um Arbeitsanreize zu schaffen" kommt Österreich auf den miserablen 131 Platz.

Wer Österreich wieder auf den Wachstumspfad zurückführen will, kann dieses Ziel nur über nachhaltige Reformen und neue Investitionsanreize für die heimischen Unternehmen erreichen - denn nur in den Unternehmen werden Arbeitsplätze geschaffen. Die Politik muss dazu mittels Reformen die entsprechenden Rahmenbedingungen bereitstellen und die richtigen Signale setzen. Kontraproduktive Vorschläge, die eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen zur Folge hätten, verstärken hingegen den durch das vorliegende Ranking gezeigten Abwärtstrend. Sie sind daher dringend zu vermeiden, wenn Österreich sich standortmäßig nicht bald endgültig am Rande der Wahrnehmbarkeit wiederfinden soll.

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