„matinee“ am 4. Oktober: „Orte der Kindheit“ mit Startenor Michael Schade in Kanada, Doku über Barocktheater Krumau

Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „Ausflug ins Gestern“ zur Weinlese 1963

Wien (OTS) - Mit Startenor Michael Schade legt die "matinee" am Sonntag, dem 4. Oktober 2015, um 9.05 Uhr in ORF 2 einen weiten Weg zurück an seine "Orte der Kindheit" in Kanada. Anschließend beschreibt die Dokumentation "Ein barockes Juwel" (9.40 Uhr) das einzigartige Barocktheater der Burg im tschechischen Krumau. Zum Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten Kulturvormittags stehen "Die Kulturwoche" (10.25 Uhr) sowie ein "Ausflug ins Gestern" (10.50 Uhr) mit einer amüsanten Zeitreise zur Weinlese 1963 auf dem Programm.

"Orte der Kindheit - Michael Schade" (9.05 Uhr)

Der Tenor Michael Schade muss einen geheimen Energiespeicher haben:
Er verfolgt eine internationale Karriere, lebt auf zwei Kontinenten, spricht in vier Sprachen und hat eine Patchworkfamilie mit acht Kindern aus verschiedenen Beziehungen. Wie passt all das in nur ein Leben? Peter Schneeberger besuchte mit dem bekannten Opernsänger für die gleichnamige ORF-Reihe die "Orte der Kindheit" in Kanada. Regie führte Ute Gebhardt.

Nahe Toronto wuchs der in der Schweiz geborene Künstler mit deutschen Wurzeln auf, wo auch die Erfolgsgeschichte einer Einwandererfamilie und eine Bilderbuch-Kindheit an den Ufern der großen Seen begann. Familie Schade sang im Kirchenchor auf hohem Niveau. Zum großen Stolz der Mutter bestanden die Söhne die Aufnahmeprüfung an der anspruchsvollen Chorschule, und Michael avancierte als Teenager zum heimlichen Star des Chors. Dennoch dachte er nicht im Traum daran, je seinen Lebensunterhalt mit Kunst zu verdienen. Er war Naturbursche, Pfadfinder und Ornithologe. Sein Lebenstraum war die Erforschung der Tierwelt - und so studierte er Naturwissenschaften, um Tierarzt zu werden. Doch es kam alles anders!
Am Ufer des Ontariosees spricht Michael Schade darüber, welche Rolle sein begabter Nymphensittich Sammy einst spielte, was der Flug eines Vogels mit dem Klang von Mozarts Musik zu tun hat, weshalb er nicht unter Jetlag leidet und warum Kanada so lebenswert für Einwanderer ist.
Zurück an den Stätten seiner musikalischen Ausbildung, kann es auch vorkommen, dass der Weltstar sentimental wird und in der Aula seiner alten Schule ein Volkslied anstimmt. Er trifft auf ehemalige Schulkollegen und veranstaltet mit alten Jugendfreunden eine Barbecue-Party - ganz nach kanadischer Tradition im Trikot seiner Lieblings-Eishockeymannschaft.

"Ein barockes Juwel" (9.40 Uhr)

"Am 24. Juli wurde zu Mittag ein Mahl für 72 Gäste arrangiert, abends gab es eine neue italienische Oper von Scarlatti, die sehr gelobt wurde, denn sie war wirklich einfallsreich." So konnte man 1768 im "Wiener Diarium" über eine Auftragsoper anlässlich der Hochzeit von Prinz Josef Adam zu Schwarzenberg im Schloss Krumau lesen. Der Komponist Giuseppe Scarlatti hatte davor 20 Jahre erfolgreich in Wien gewirkt. Aufgeführt wurde das "Intermezzo giocoso" seinerzeit im Barocktheater der Burg- und Schlossanlage von Cesky Krumlov (Tschechien) - und dort wurde das vergnügliche Stück 2011 auch originalgetreu rekonstruiert und unter Zuhilfenahme der gesamten verfügbaren Theatermaschinerie beeindruckend in Szene gesetzt. Burgkastellan Pavel Slavko führt im Film stolz durch "sein Theater", Dirigent Vojtech Spurný erzählt Spannendes zur Opernproduktion, und auch Fürst Karl Schwarzenberg, dessen Familie das Schloss von 1719 bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte, verschweigt nicht, wie sehr er sich dem alten Familiensitz - trotz Enteignung - immer noch verbunden fühlt. Die Dokumentation gestaltete Ondrej Havelka.

Die Sendungen der "matinee", für die Lizenzrechte vorliegen, sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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