Tag der älteren Generation – Blecha: Alter ist kein Ausschließungsgrund von Mitbestimmung!

Pensionistenverband fordert Reformen – FLAF auf wertschöpfungsbezogene Finanzierung umstellen!

Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen "Tages der älteren Menschen" erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha heute bei einer großen Pensionistenveranstaltung in Wien: "Alter darf kein Ausschließungsgrund von neuen Formen der Mitbestimmung in unserer Gesellschaft sein. Die ältere Generation von heute ist aktiver, gesünder und besser ausgebildet als je zuvor! Österreichs Seniorinnen und Senioren verlangen daher Mitsprache und Teilhabe in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen. Und wir fordern das auch für die Jungen! Denn: Jung und Alt sitzen im selben Boot, beispielsweise bei Aus- und Weiterbildung, bei Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Schaffung neuer Jobs. Wir fordern Arbeitsplätze für Jung und Alt und eine Erweiterung der Finanzierungsbasis der sozialen Sicherungssysteme!" ****

PensionistInnenvertreter für Reformen!

"Die ältere Generation, die Pensionistinnen und Pensionisten haben es satt, immer wieder als ‚Sündenböcke‘ für das Budget, als ‚Kostenfresser‘ oder als ‚Reformverweigerer‘ dargestellt zu werden! Die Wahrheit ist, dass die Kosten für die Pensionen in den letzten vier Jahren IMMER um viele Millionen Euro geringer waren als vom Finanzministerium budgetiert und dass die öffentlichen Pensionsausgaben laut EU-Gutachten in Österreich stabil sind und bis zum Jahr 2060 - trotz der demografischen Entwicklung - um nur 0,5 Prozent des BIP steigen werden!", so Blecha der klarstellt: "Wir Pensionistenvertreter sind für Reformen! Aber wir bekämpfen entschieden jene, die versuchen unter dem Titel ‚Reformen‘ Pensionskürzungen und Verschlechterungen für Österreichs PensionistInnen zu erzwingen!"

Der Pensionistenverband fordert raschest das Bonus-Malus-System, begleitet durch ein Pensionsmonitoring auch für den öffentlichen Dienst, damit endlich jene Firmen unterstützt werden, die ältere DienstnehmerInnen beschäftigen und jene einen Malus zahlen müssen, die Ältere in die Arbeitslosigkeit oder Frühpension mobben und drängen. Blecha: "Und wir fordern, dass die Finanzierung unseres Sozialstaates verbreitert und damit nachhaltig abgesichert wird. Denn in der 4. Industriellen Revolution, in einer Zeit der digitalen Produktion in menschenleeren Fabrikshallen kann die Finanzierung des Sozialstaates nicht mehr ausschließlich durch Löhne und Gehälter erfolgen. In einem ersten Schritt soll der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) auch durch eine Wertschöpfungsabgabe finanziert werden. Damit könnten Betriebe künftig nur noch 3 statt bisher 4,5 Prozent ihrer Bruttolohnsummen in den FLAF einzahlen. Das würde jenen Firmen zu Gute kommen, die vielen Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Gleichzeit würden auch endlich jene Firmen, die auf ‚Roboter oder Computer statt Mensch‘ setzen und immer höhere Gewinne erwirtschaften, einen Beitrag zur Finanzierung unseres Sozialsystems leisten", so Blecha. (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband
Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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