ORF III am Donnerstag: VW-Skandal in „Inside Brüssel“, „60 Minuten.Politik“ über Integration am Arbeitsmarkt

Außerdem: „Wilde Reise mit Erich Pröll“ in Südamerika, „Im Brennpunkt“ in Haiti, „Das ganze Interview“ mit voestalpine-Chef Wolfgang Eder

Wien (OTS) - Von den Amazonaswäldern Südamerikas über das politische Dickicht in Brüssel bis hin zum heimischen Wirtschaftsdschungel spannt sich der Programmbogen in ORF III am Donnerstag, dem 1. Oktober 2015. Zu Beginn unternimmt Naturfilmer Erich Pröll eine "Wilde Reise: Von Ecuador bis Galapagos" (20.15 Uhr): Am Beispiel der "Ingapirca"-Mauer erzählt er von der lebendigen Geschichte der Inka, begibt sich mit einem Schamanen auf die Suche nach Kräutern, die die bösen Geister friedlich stimmen, und bereist die gigantischen Amazonaswälder im Westen des Landes. Weit vor der pazifischen Küste Ecuadors besucht Pröll die Galapagos-Inseln, auf denen Charles Darwin einst neben Schildkröten und Meerechsen auch Finken erforschte, die für die Beweisführung seiner Evolutionstheorie von größter Bedeutung waren.

Politik und Wirtschaft stehen für den restlichen Programmabend im Mittelpunkt von ORF III: Zunächst thematisiert "Inside Brüssel" (21.00 Uhr), was Europa momentan bewegt: Neben den Resultaten des EU-Sondergipfels zur Flüchtlingskrise und der außenpolitischen Kurswende der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bezug auf den Syrien-Konflikt, steht auch der VW-Skandal auf der Agenda. Es waren nicht europäische, sondern amerikanische Kontrollinstanzen, die den VW-Betrug mit gesundheitsschädlichem Dieselabgas aufdeckten. Kann die EU noch behaupten, ökologischer Vorreiter zu sein? Peter Fritz diskutiert mit den EU-Abgeordneten Claudia Schmidt (ÖVP) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) sowie mit Gabriele Steinhauser vom "Wall Street Journal" und dem ungarischen "Euronews"-Korrespondent Sándor Zsíros.
"Im Brennpunkt" widmet sich danach in "Haiti knapp am Kollaps" (21.50 Uhr) den Folgen jenes Erdbebens, das im Jänner 2010 mehr als 220.000 Menschen das Leben kostete. Neun Monate später wurde das Land von einer Choleraepidemie heimgesucht - ausländische Hilfe war unabdingbar. Präsentiert von ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs begleitet die Dokumentation den Caritas-Länderreferenten für Haiti, Robert Moosbrugger.
Asylwerber sollen schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden, fordert EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Doch im Gegensatz zu Deutschland und anderen EU-Ländern dürfen in Österreich Flüchtlinge erst arbeiten, wenn sie einen positiven Asylbescheid haben. Für Europa würden die Zuwanderer wirtschaftlich eine große Chance darstellen, so WIFO-Chef Karl Aiginger. In Österreich herrscht Fachkräftemangel, 32.000 offene Stellen gibt es derzeit. Gleichzeitig gibt es hierzulande aber auch mehr als 380.000 Arbeitslose. In einer neuen Ausgabe von "60 Minuten.Politik" (22.25 Uhr) diskutieren Christoph Takacs und Rainer Nowak, Chefredakteur der Tageszeitung "Die Presse", mit den Sozialsprecherinnen und -sprechern der Parlamentsparteien, welche politischen Weichen gestellt werden müssen, um Integration möglich zu machen. Zu Gast sind: Josef Muchitsch (SPÖ), Johann Rädler (Integrationssprecher ÖVP), Dagmar Belakowitsch-Jenewein (stv. Klubobfrau FPÖ), Birgit Schatz (Arbeitnehmersprecherin Die Grünen), Gerald Loacker (NEOS) und Waltraud Dietrich (Team Stronach).
Vor mittlerweile 20 Jahren, am 9. Oktober 1995, ging der österreichische Traditionsbetrieb voestalpine an die Börse. Für CEO Wolfgang Eder war dies der zweitschönste Tag seines Berufslebens; nur die Vollprivatisierung des Konzerns zehn Jahre später sollte diesen Tag noch übertreffen. In "Das ganze Interview" (23.30 Uhr) blickt der voestalpine-Chef, der seit 1978 im Unternehmen ist, zurück auf die bewegte Geschichte des Betriebs - von der Rekonstruierung des Konzerns im Zuge des Börsengangs über den drohenden Verkauf im Jahr 2003 an die Magna. Im Gespräch mit ORF-Journalist Hans Bürger erzählt er, welchen Einfluss die Staatsschuldenkrise sowie die Börsenturbulenzen in China auf die Positionierung des Unternehmens haben und wie er den Wirtschaftsstandort Österreich momentan beurteilt.

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