SJ-Herr: "Flüchtlinge brauchen Schutz vor unseren Gesetzen - nicht wir vor Flüchtlingen!“

Sozialistische Jugend baut Stacheldrahtzaun um Außenministerium.

Wien (OTS) - "Die aktuelle Politik bringt Menschen auf ihrer Flucht nach Europa in lebensgefährliche Situationen", meint Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend und erinnert an tragische Vorfälle in Europa und Österreich. "Trotzdem halten PolitikerInnen an Abkommen wie Dublin III fest", kritisiert Herr und stellt die Situation richtig: ""Nicht wir brauchen Schutz vor Flüchtlingen, sondern Flüchtlinge brauchen Schutz vor unseren Gesetzen und PolitikerInnen, die diese nicht ändern!" Darum zäunte die Sozialistische Jugend heute das Außenministerium mit Stacheldraht ein. "Zäune gehören nicht an die Grenze! Aber der aktuellen Politik müssen aus Gründen der Menschlichkeit Grenzen gesetzt werden", erklärt Herr und erneuert die SJ Forderungen nach sicheren Fluchtrouten und der Möglichkeit in Botschaften einen Asylantrag zu stellen.

"Statt endlich Maßnahmen zu setzen, die Flüchtlingen helfen, aber auch die extrem hilfsbereite Zivilgesellschaft entlasten, wird weiterhin eine bewältigbare Aufgabe zu einer Flüchtlingskrise hochstilisiert", prangert Herr die Untätigkeit der PolitikerInnen in Österreich und Europa an. Diese Aufgabe können wir aber nur schaffen, wenn wir uns unserer Pflicht bewusst werden zu helfen", so Herr und sieht in Forderungen nach Schutz der Außengrenzen nur Angstmache, Nationalismus und Ablenkung. "Ein Grenzzaun hilft niemanden. Flüchtlinge werden bei dem Versuch die Zäune zu umgehen in lebensgefährliche Situationen gezwungen und auch den Menschen, die schon hier sind, bringt ein Zaun nichts", so Herr und verweist darauf, dass ein Zaun weder Löhne erhöht noch Wohnraum schafft. Um soziale Probleme zu lösen, braucht es soziale Politik - ein Grenzzaun hingegen bringt weder mehr soziale Sicherheit noch Lebensqualität -er ist nur ein Symbol der Unmenschlichkeit!", zeigt sich Herr überzeugt.

Fotos von der Aktion:
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