KV Metallindustrie: Rund 2.000 BetriebsrätInnen senden starkes Signal

Resolution beschlossen: Ultimatum an Arbeitgeber für faire Lohnverhandlungen ohne Vorbedingungen

Wien (OTS) - Rund 2.000 BetriebsrätInnen der gesamten Metallindustrie beschlossen bei einer Konferenz in Wien am 29. September einstimmig eine Resolution und berieten die weitere Vorgehensweise bei den diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen. Notwendig wurde dieser Schritt, da es gleich zu Beginn der Kollektivvertragsverhandlungen am 24. September zu einem beispiellosen Eklat kam: Der Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) verweigerte die Aufnahme von Lohn- und Gehaltsverhandlungen, weil er über mögliche Pläne der Bundesregierung anscheinend nicht zu seiner Zufriedenheit informiert wurde, oder die Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ablehnt.

Für die BetriebsrätInnen und die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp ist das ein gezielter Angriff auf das Kollektivvertragssystem "Wir gehen davon aus, dass diese unfassbare Vorgangsweise der FMMI-Vertreter mit deren Mitgliedsbetrieben und innerhalb der Wirtschaftskammerorganisation abgesprochen wurde. Wir werden am 7. Oktober die Beschäftigten im Rahmen von Betriebsversammlungen in allen Fachverbänden des Metallbereiches über die aktuelle Entwicklung informieren und uns auf weitere Maßnahmen vorbereiten. Sollten sich die Verantwortlichen der Wirtschaftskammer und der anderen Fachverbände des Metallbereiches von der Vorgangsweise des FMMI distanzieren, werden wir das bei unseren weiteren Aktivitäten selbstverständlich berücksichtigen", heißt es in der einstimmig beschlossenen Resolution.

Die Beschäftigten werden in Geiselhaft genommen und Lohnverhandlungen verweigert. In der Geschichte der Sozialpartnerschaft in der zweiten Republik hat es niemals eine vergleichbare Vorgangsweise der Unternehmer gegeben, betonen die Gewerkschaften. "Der FMMI hat bis jetzt KV-Verhandlungen verweigert. Wir werden daher nur dann den ursprünglich vereinbarten Verhandlungstermin am 5. Oktober nutzen können, wenn die Unternehmer auf jede Vorbedingung verzichten und zu ehrlichen Verhandlungen bereit sind. Wir erwarten uns diesbezüglich Klarheit bis Freitag, 2. Oktober, 9.00 Uhr", heißt es weiter abschließend in der Resolution.

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GPA-djp
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Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
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