Neue Auszeichnungslogik: ÖGNI führt DGNB Platin ein

Linz (OTS) - Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) erneuert die Auszeichnungslogik bei der Zertifizierung von Gebäuden und Stadtquartieren mit dem DGNB System. Als höchste Bewertungsstufe wird Platin eingeführt. "Mit diesem längst überfälligen Schritt kommt das DGNB System einer langjährigen Forderung der ÖGNI nach", freut sich ÖGNI Gründungspräsident Philipp Kaufmann über die neue Auszeichnungslogik. ÖGNI Geschäftsführerin Sabine Dorn begründet diesen Schritt wie folgt: "Als ÖGNI haben wir in den letzten Jahren gerade bei internationalen Bauherren und Investoren oft Erklärungsnot gehabt, da wir bzw. die ÖGNI Auditoren vielmehr Zeit mit der Erklärung, dass Gold nicht gleich Gold ist, verbracht, als mit den eigentlichen Inhalten." Gerade im internationalen Umfeld hängt die Entscheidung für oder gegen ein Zertifizierungssystem vielfach mehr von der Farbe der Auszeichnungsstufe und weniger von den Inhalten und den damit überprüften Qualitäten eines Gebäudes oder Stadtquartiers ab. "Die neue Auszeichnungslogik verbessert die Vergleichbarkeit und mit Platin bekommen unsere Gebäude und Stadtquartiere die richtige Farbe für die höchsten Qualitäten", so Kaufmann. "Spät aber nicht zu spät bieten wir nun endlich im DGNB System mit Platin, Gold, Silber und Bronze die notwendige Differenzierung an", führt ÖGNI Geschäftsführerin Ines Reiter aus.

Die Umstellung und die erste Platin-Zertifizierung

Die Anforderungen für ein Platin-Zertifikat entsprechen exakt den bisherigen Bedingungen für eine Auszeichnung in Gold. Neben Platin wird es bei Neubauten künftig noch DGNB Zertifikate in Gold und Silber geben. Alle Projekte, die sich aktuell im Zertifizierungsprozess befinden, profitieren unmittelbar von der neuen Auszeichnungslogik. Auch bereits zertifizierte Projekte können ihre Auszeichnungsstufe freiwillig anpassen lassen. Die erste Platin-Vorzertifizierung hat die ÖGNI auf ihrem sechsten Gründertag am 28.09.2015 an "Square Plus" des Projektentwicklers Raiffeisen evolution verliehen. "Österreich ist damit Vorreiter", so ÖGNI Präsidiumsmitglied Professor Gunther Maier (WU Wien). Die nächsten Auszeichnungen in Platin folgen in den nächsten Tagen, insbesondere auf der Expo Real in München (05.-07.10.2015).

Was ändert sich?

Die Veränderungen sind dabei leicht erklärt: So wird die bisherige Auszeichnung in Bronze eins zu eins durch das Zertifikat in Silber ersetzt. Gold tritt an die Stelle von Silber. Die neue höchste Auszeichnungsstufe in Platin erhalten Projekte, die dieselben Bedingungen erfüllen wie bislang Projekte mit Gold-Status. Mit anderen Worten: Projekte mit einem Gesamterfüllungsgrad von mindestens 80 Prozent und einem Mindesterfüllungsgrad von 65 Prozent in allen fünf ergebnisrelevanten Themengebieten bekommen von nun an ein Zertifikat in Platin. Für einen Gesamterfüllungsgrad von über 65 Prozent gibt es ab sofort Gold, bei mehr als 50 Prozent erhält ein Projekt das Silber-Zertifikat. Eine Auszeichnung in Bronze gibt es künftig nur noch bei der DGNB Bestandszertifizierung ab einem Erfüllungsgrad von 35 Prozent.
Das DGNB System und die darin enthaltenen Kriterien bleiben von all dem inhaltlich unangetastet. "Das DGNB System ist als Zertifizierungssystem der 2. Generation das umfassendste am Bau- und Immobilienmarkt und wir bieten das leistungsfähigste Angebot", so Gründungspräsident Kaufmann und ergänzt: "Unser System bietet die höchsten Qualitäten und daher ist der Schritt hin zu Platin auch so zu verstehen, dass wir das einzigartige Engagement der Bauherren und Projektteams in der höchsten Stufe mit der nunmehr richtigen Farbe hervorheben."

Möglichkeit zur Anpassung für bereits zertifizierte Projekte

Die Veränderungen in der Auszeichnungslogik gelten ab sofort. Alle Projekte, die sich seit dem 1. Juli 2015 im Zertifizierungsprozess befanden, erhalten automatisch eine Anpassung. Projekte, die ab sofort angemeldet werden, sind direkt nach dem neuen Prinzip eingestuft.
Allen Projekten, die vor dem 1. Juli 2015 zertifiziert wurden, bietet die ÖGNI ebenfalls die Möglichkeit, eine Anpassung der bereits erhaltenen Auszeichnung nach der neuen Auszeichnungslogik vorzunehmen. Dies erfolgt auf freiwilliger Basis.

Rückfragen & Kontakt:

Franz Waglhuber
+43 1 997 1809-514
franz.waglhuber@ogni.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GNI0001