„Elisabeth I. – Verheiratet mit England“: „Universum History“ erzählt die Lebensgeschichte einer kämpferischen Regentin

Danach am 25. September in ORF 2: Thatcher-Biopic „Die Eiserne Lady“

Wien (OTS) - Sie schrieb mit ihrem fulminanten Sieg gegen die spanische Armada Geschichte - ein militärischer Schlag, den ihr niemand zugetraut hatte. Elisabeth I., Königin von England, erreichte damit 1588 den Gipfel ihrer Macht und legte das Fundament für das britische Empire als globale Seemacht. Ihre Leidenschaft galt dem Regieren - und nicht dem Heiraten und Kindergebären, wie man es ihr auferlegen wollte. Ledig und kinderlos herrschte sie 45 Jahre über England und leitete eine politische und wirtschaftliche Blütezeit ein - das Elisabethanische Zeitalter. Die Spiel-Doku "Elisabeth I. -Verheiratet mit England" von Christian Twente und Michael Löseke (Bearbeitung: Caroline Haidacher), die "Universum History" am Freitag, dem 25. September 2015, um 22.45 Uhr in ORF 2 zeigt, erzählt die Lebensgeschichte einer kämpferischen Regentin, die in einer von Männern beherrschten Zeit als einzige Frau in Europa Weltpolitik machte. Um 23.30 Uhr folgt die ORF-Premiere des Margaret-Thatcher-Biopics "Die Eiserne Lady" mit Meryl Streep in der Titelrolle, die ihr den dritten Oscar einbrachte.

Elisabeth wurde 1533 von Anne Boleyn, der zweiten Ehefrau Heinrichs VIII., geboren. Große Freude hatte ihr Vater nicht, denn er brauchte einen männlichen Thronerben. Seine Tochter erhielt dennoch eine hervorragende Ausbildung, ihre profunden Sprachkenntnisse sowie ihr Wissen in Theologie und Philosophie leisteten ihr später als Regentin beste Dienste. Die hochgebildete junge Frau war außerdem eine ausgezeichnete Reiterin, begeisterte Musikerin und leidenschaftliche Jägerin und Tänzerin. Nach dem Tod Heinrichs VIII. und einer kurzen Regentschaft dessen einzigen Sohnes Eduard VI., kam Heinrichs Tochter Maria I. an die Macht. Als Halbspanierin war sie Katholikin und verfolgte die "protestantischen Ketzer" im Land. In ihrer Halbschwester Elisabeth, die im protestantischen Glauben erzogen worden war, sah sie ihre große Rivalin und sperrte sie monatelang in ein Verlies im berüchtigten Tower. Doch nach Marias Tod schlug Elisabeths große Stunde - geliebt von der Bevölkerung, bestieg sie den englischen Thron. Sie trat kein leichtes Erbe an: Das Land war im Glauben gespalten, die Staatskasse leer.

Eine Frau auf dem Thron galt in jenen Zeiten als Unglück, eine unverheiratete war erst recht unvorstellbar. Elisabeth geriet daher in der Frage nach einem geeigneten Ehemann unter Druck. Die junge Königin konnte sich vor Heiratsanträgen kaum retten, das Werben um ihre Hand geriet zu einer Art Pflichtübung für Thronfolger und Monarchen führender europäischer Dynastien. Doch Elisabeth I. bestand darauf, sich nicht festlegen zu wollen. Als das Parlament drängte, die Heirats- und Nachfolgefrage zu regeln, stellte sie klar, dass sie entschlossen sei, ein jungfräuliches Leben zu führen. Ihr Herz aber gehörte angeblich dem Oberstallmeister Robert Dudley, verheiratet war sie nur mit England. Mit ihrer verhältnismäßig versöhnlichen Politik erreichte Elisabeth I. in England ein Ende der blutigen Religionskonflikte, ebnete mit dem Sieg der englischen Flotte über die Armada des katholischen Spanien den Weg zur Seemacht und legte damit den Grundstein zum späteren British Empire. In ihrer 45-jährigen Amtszeit schuf Elisabeth das Fundament für die Vorherrschaft Englands und gab einer ganzen Epoche, die von einer kulturellen Blüte geprägt war, den Namen - dem Elisabethanischen Zeitalter.

Die Spieldoku lässt das Elisabethanische Zeitalter wiederauferstehen und zeigt eine eindrucksvolle Königin, die mit ihrer Charakterstärke, ihrer Willenskraft und ihren berüchtigten Wutausbrüchen ihre männlichen Amtskollegen das Fürchten lehrte. Die historische Figur Elisabeth I. führt selbst durch die Doku, sie beschreibt, wie sie in einer von Männern beherrschten Zeit Weltpolitik machte.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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