Rotkreuz-Report: Erneut weniger Naturkatastrophen

Rotes Kreuz präsentiert „World Disasters Report 2015“

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Im Jahr 2014 ereigneten sich 317 Naturkatastrophen. Betroffen waren 94 Länder. Diese Anzahl ist die geringste in der vergangenen Dekade und liegt 17 Prozent unter dem Durchschnitt. Die Zahlen gehen aus dem heute in Genf veröffentlichten "World Disasters Report 2015" hervor.
Rund 8.200 Menschen starben vergangenes Jahr an den Folgen von Katastrophen. Auch das ist die geringste Anzahl seit 1986. "Der Rückgang an Todesopfer ist sehr erfreulich", sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. "Wir dürfen aber nicht vergessen, dass 2014 allein an Ebola mehr Menschen ums Leben kamen, als durch alle Naturkatastrophen zusammen." Die Epidemie hat im Vorjahr 8.600 Menschenleben gefordert. Außerdem erinnert Schöpfer daran, dass Schätzungen zufolge mehr als 3.400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind.
Der "World Disasters Report" wird seit 1993 jährlich von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) herausgegeben. In der Publikation werden statistische Daten über Katastrophen veröffentlicht. Darüber hinaus gehen internationale Experten jedes Jahr auf ein Schwerpunkt-Thema ein. 2015 liegt der Fokus auf der Rolle von lokalen Helfern.
"Insbesondere nach großen Naturkatastrophen herrscht die Auffassung, dass das Um und Auf die internationale Hilfe ist", sagt Schöpfer. "Internationale Hilfe ist sehr wichtig, die ersten, die nach Erdbeben und Überflutungen Menschenleben retten, sind aber die lokalen Helfer." Der "World Disasters Report 2015" beschäftigt sich unter anderem mit der Frage wie lokale und internationale Helfer besser zusammenarbeiten können und wie mehr finanzielle Unterstützung für lokal verankerte Organisationen lukriert werden kann.
Der "World Disasters Report 2015" wird in Wien am 5. Oktober um 14.00 bei den Vereinten Nationen vorgestellt.

Begrüßung: Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

Sprecher:

Mo Hamza, Herausgeber des Reports

Werner Kerschbaum, Generalsekretär des ÖRK

Simonetta di Pippo, Direktorin von UNOOSA

Peter Launsky-Tieffenthal, Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

Ort: Vienna International Center, M-Building, Room M2
Zeit: 5. Oktober, 14:00-16:00

Interessierte Journalisten sind zur Veranstaltung eingeladen. Anmeldung unter thomas.marecek@roteskreuz.at ist unbedingt erforderlich.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Thomas Marecek,
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-151, Mobil: +43 664 823 48 02
thomas.marecek@roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0001