AK Analyse 2: Finanzbildung in Schule nötig!

Für Jugendkonto brauchen Junge klare Informationen

Wien (OTS) - Viele Jugendliche lernen den Umgang mit Geld zu spät. Daher ist eine frühzeitige und umfassende Finanzbildung nötig, verlangt die AK.

Konkret fordert die AK:
1 Finanzbildung im Schulunterricht integrieren: Damit Jugendliche "kleine" Finanzplanung erlernen, sollten die Finanzbildungsaspekte im Schulunterricht integriert werden. Schulische Bildungsmaßnahmen müssen von Geschäftsinteressen einer Bank unabhängig sein. Finanzbildung sollte Teil einer umfassenden schulischen Verbraucherbildung sein. Immerhin bewerben Banken an Schulen auch Jugendkonten mit dem Argument, dass diese den Umgang mit Geld fördern können. Ein Bankprodukt an sich ist keine Garantie für einen besseren Umgang mit Geld.

2 Mehr Transparenz: Jugendliche und Eltern sollen vollständig über alle anfallenden Kosten bei der Beratung informiert werden. Auch auf den Banken-Homepages sollen die Spesen umfassend und verpflichtend angegeben werden.

3 Kostenlos soll kostenlos sein: Extraspesen bei als gratis beworbenen Jugendkonten kommen teuer und überraschend. Die Barabhebung an der Kassa etwa sollte kostenlos sein. Auch Spesen für die Rückleitung von Lastschriften oder Daueraufträgen können teuer kommen.

Tipps für die Eröffnung eines Jugendkontos:
+ Vergleichen lohnt sich: Prüfen Sie bei Jugendkonten Konditionen, Zinsen und Leistungsumfang. Klären Sie, ob die Zinsen fix oder variabel sind.
+ "Jungsein" hat Altersgrenze: Achten Sie beim Jugendkonto auf das Alterslimit, das je nach Bank unterschiedlich sein kann. Oft wird dann ohne Vorwarnung auf ein kosten-pflichtiges Girokonto umgestellt.

+ Kontoüberziehung abklären: Für SchülerInnen ohne Einkommen gibt es keine Kontoüberziehung, für Lehrlinge sind geringfügige Überziehungsrahmen im Einzelfall denk-bar. Daher: Eltern sollten vor Kontoeröffnung mit der Bank Fragen zur Kontoüberziehung abklären. + Einblick für Papa oder Mama: Manche Banken empfehlen, dass zumindest ein Eltern-teil zeichnungsberechtigt ist. Somit können die Eltern Einblick in die Finanzen ihrer Kinder nehmen. Ohne Zeichnungsberechtigung darf die Bank aufgrund des Bankgeheimnisses keine Auskünfte erteilen.
+ Spesen abklären, Spesenfallen umgehen: Nicht alles ist gratis:
Vermeiden Sie Bareinzahlungen an der Kassa, überweisen Sie direkt vom Konto. Auch Abhebungen sind an der Kassa manchmal kostspieliger als beim Bankomat.

SERVICE: Die AK Analyse "Jugendkonten im Vergleich" finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

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