- 23.09.2015, 14:06:11
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Wiener Gemeinderat beschließt Elektromobilitäts-Strategie
Förderung von Flotten - Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur
Utl.: Förderung von Flotten - Aufbau der notwendigen
Ladeinfrastruktur =
Wien (OTS) - Auf der Tagesordnung des heutigen Gemeinderats steht der
Beschluss der Elektromobilitätsstrategie. Die Zukunft urbaner
Mobilität ist eine der zentralen Herausforderungen moderner
Großstädte. In Wien hat Elektromobilität durch den hohen Anteil im
öffentlichen Verkehr (S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und City-Bus) eine
lange Tradition. Die technische Entwicklung schreitet im Bereich des
Individualverkehrs rasch voran, z.B., bei Elektroautos, Elektromopeds
und Elektrofahrrädern.
"Die Elektromobilität boomt in vielen Bereichen, der technische
Wandel ist rasant. Mit der jetzt vorliegenden
Elektromobilitätsstrategie gibt sich die Stadt Wien einen Rahmen, wie
künftig mit der neuen Antriebstechnik umgegangen werden soll. Richtig
eingesetzt bietet die Elektromobilität große Potenziale für
Klimaschutz und für bessere Luft in der Stadt", so Wiens
Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.
Die Elektromobilitäts-Strategie umfasst alle Bereiche und
Erscheinungsbilder der Elektromobilität einer Stadt, von der
Infrastruktur, den Elektrofahrzeugen bis hin zu den Nutzerinnen und
Nutzern. Sie zeigt die grundsätzliche Haltung der Stadt Wien zur
Elektromobilität und benennt Ziele und Vorschläge für Vorhaben der
nächsten Jahre. Sie orientiert sich dabei einerseits an den
Rahmenbedingungen und Strategien der EU bzw. des Bundes und ist
andererseits auch abgestimmt mit Strategien und Zielsetzungen der
Stadt Wien aus den Bereichen Energie, Verkehr und Stadtplanung.
Der Fokus der Elektromobilitäts-Strategie liegt vor allem
- auf Maßnahmen zur Elektrifizierung von Fahrzeugflotten sowie
- auf dem Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur
Individuelle Elektromobilität kann den öffentlichen Verkehr nicht
ersetzen, sondern stärkt das städtische Angebot. Die Stadt Wien setzt
bei der Unterstützung zur Einführung der Elektromobilität vor allem
auf Flotten (Fuhrparks von Unternehmen, Taxis etc.) und den
regionalen Wirtschaftsverkehr (Lieferverkehr mit Klein-LKWs).
Ladestationen sollen öffentlich zugänglich sein. Aufgrund enger
Platzverhältnisse in der dichtverbauten Innenstadt sollen
Ladestationen im halböffentlichen bzw. privaten Raum, wie zum
Beispiel auf Parkplätzen oder in Garagen, zur Verfügung gestellt
werden. Die geregelte Nutzung von öffentlich zugänglichen Ladestellen
auf Privatgrund oder halböffentlichen Flächen (Park+Ride-Anlagen,
Tankstellen, Gewerbegebiet, Parkflächen von Einkaufszentren,
Parkflächen von Unternehmen oder Wohnanlagen etc.) stellt dabei eine
ausgewogene, stadtverträgliche Lösung dar.
Öffentlich zugängliche Ladestationen können insbesondere in der
Markteinführungsphase emotionale Eintrittsbarrieren für die Nutzung
von Elektrofahrzeugen minimieren und multimodale Mobilität
unterstützen. Aus Sicht der Stadt Wien sind daher im öffentlichen
Straßenraum strategisch platzierte Ladestellen für spezielle
Mobilitätsservices (wie z.B. multimodale Mobility Points, E-Taxi,
E-Carsharing) in einem ersten Schritt sinnvoll.
Eine wichtige Rolle in Hinblick auf ressourcenschonende Mobilität
kommt der Citylogistik zu. In der Smart City Wien Rahmenstrategie hat
sich die Stadt dazu bekannt, gemeinsam mit der Logistik-Branche an
einer Optimierung von Güter- und Verkehrsströmen unter Einbindung der
Elektromobilität zu arbeiten.
In der Busflotte werden mehrere Hybrid- und Elektrobusse der Wiener
Linien in der Innenstadt getestet, um zu sehen, wie sich diese Busse
mit den innovativen und umweltschonenden Antrieben im täglichen
Einsatz bewähren. Eine Evaluierung dieses Testbetriebes der Hybrid-
und Elektrobusse erfolgt laufend und ist eine Grundlage für die
Erweiterung der E-Bus-Flotte.
Die Strategie ist unter
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008435.pdf
abrufbar.
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