Lunacek: „Mehrheitsentscheidung der EU-InnenministerInnen gegen Solidaritäts-Verweigerer war überfällig“

EU-Sondergipfel morgen muss weitere Schritte zur Bewältigung der Flüchtlingskrise setzen

Brüssel/Wien (OTS) - "Die Blockadeländer haben ihren zynischen Bogen der Ignoranz überspannt! Es ist gut, dass die InnenministerInnen der anderen EU-Mitgliedsstaaten dieser Erpressungspolitik nicht länger nachgegeben haben. Die heutige Mehrheitsentscheidung der EU-InnenministerInnen gegen die Solidaritäts-Verweigerer in Tschechien, der Slowakei, Rumänien und Ungarn war überfällig. Dass sich Ungarn, das von dieser Regelung profitiert hätte, weiterhin dagegen spreizt, könnte als Treppenwitz der Geschichte interpretiert werden, wenn es nicht so traurig wäre und auf den Rücken Tausender an den Zuständen in Ungarns Flüchtlingswesen leidenden AsylwerberInnen ausgetragen würde. Nach der heute beschlossenen Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen in Europa gehört diese jetzt zügig, professionell und EU-Standards entsprechend umgesetzt.
Die Staats- und RegierungschefInnen sind bei ihrem morgigen Gipfeltreffen gefordert, den heute in Gang gekommen Schwung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise fortzusetzen. Ein erster wichtiger Schritt dafür wurde heute gesetzt, weitere vor allem auch in Richtung massiver Hilfen für die Flüchtlingslager vor Ort müssen morgen folgen", kommentiert Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europaparlaments und Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im EP die heutige Einigung einer großen Mehrheit von Mitgliedstaaten im Rat der EU-InnenministerInnen.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005