Bast: Unigesetz-Novelle bringt dringend notwendige Rechtsgrundlagen für künstlerische Doktoratsstudien

Novelle bringt auch Innovationen für interdisziplinäre Studien

Wien (OTS) - In der heute vom Ministerrat beschlossenen Novelle zum Universitätsgesetz sieht der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast, zwei bildungs- und kulturpolitisch bahnbrechende Neuerungen verwirklicht:
Erstens wird mit der expliziten Aufnahme von "interdisziplinären Studien" in den Katalog der (bisher rein fachspezifisch) definierten Studienrichtungsgruppen endlich der Weg frei für die Einrichtung von fächerübergreifenden Studiengängen. "Eine Welt, in der alles mit allem zusammenhängt, braucht neben Fachspezialistinnen und -spezialisten dringend Expertinnen und Experten für den Umgang mit fächerübergreifender Komplexität. Das Zusammenführen von Wissen ist ebenso wichtig wie das Spezialwissen selbst", zeigt sich Bast mit Blick auf die Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft überzeugt.

Und zweitens: Nachdem künstlerische Doktoratsstudien weltweit zum Standard der besten tertiären Kunstschulen gehören, - wie zum Beispiel Royal Conservatoire of Scotland (UK), Royal College of Music London (UK), Royal College of Art, London (UK), University of the Arts, London (UK), Royal Conservatoire of Amsterdam (NL), University of the Arts Utrecht (NL), University of the Arts Helsinki (FIN), University of Gothenburg, Faculty of Fine, Applied and Performing Arts (N), Melbourne Conservatorium of Music (AUS), University of California LA, Department of Music (USA), Yale School of Drama (USA) -, wird es nun endlich auch in Österreich eine Rechtsgrundlage dafür geben. Damit können die österreichischen Kunstuniversitäten den Anschluss an evidente internationale Entwicklungen halten, wo künstlerische Forschung (d.h. die systematische Suche nach ästhetischer Innovation) einen zentralen Platz im akademischen Studienbetrieb einnimmt. "Selbstverständlich sind die theoretische Reflexion und die Dokumentation des Arbeitsprozesses der künstlerischen Forschung immanent. Niemand will ein künstlerisches Doktorat ohne diese Elemente. Ein künstlerisches Doktorat wird ebenso wenig ausschließlich aus einem (theoretisch unreflektierten) künstlerischen Werk bestehen, wie eine Dissertation im Bereich der Sensorik lediglich aus dem Prototypen eines neuen Sensors entsteht", nimmt Bast allfälligen Polemiken den Wind aus den Segeln.

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